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„Qualifizierte Bibliothek zwischen den Meeren“ -
Das Zertifizierungsprogramm für Öffentliche Bibliotheken in Schleswig-Holstein

BZSH Zertifizierung c Sauerbrey

Übergabe der ersten Zertifikate an die Stadtbücherei Wedel und die Deutsche Zentralbücherei in Aabenraa im Mai 2017.

Die Leistungen und Anforderungsprofile von Öffentlichen Bibliotheken haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Bisherige Kennzahlen, wie z.B. die Anzahl der jährlichen Entleihungen, bilden das breite Aufgabenspektrum Öffentlicher Bibliotheken in den digitalen und sozialen Bereichen sowie die zunehmende Präsenznutzung nur bedingt ab.

Um herausragende Beispiele bibliothekarischer Arbeit in Schleswig-Holstein sichtbar zu machen, wurde auf Initiative Öffentlicher Bibliotheken und unter der Regie des Büchereivereins Schleswig-Holstein ein Qualitätssicherungs- und Zertifizierungsverfahren entwickelt. Mit ihm wird ein verbindlicher Rahmen geschaffen, der Standards für öffentliche Büchereien unterschiedlicher Größe festlegt und sie vergleichbar macht.

Die Qualitätsprüfung erfolgt auf Grundlage eines umfangreichen Kriterienkatalogs. Die Kriterien decken die Bereiche Strategische Ausrichtung, Personal und Organisation, Erreichbarkeit, Medien- und Informationsangebote, Kundenkommunikation und Marketing, Infrastruktur sowie Innovationen ab. Im Zentrum des Qualitätsmanagementprozesses steht ein sogenanntes Audit durch externe, unabhängige und speziell geschulte Auditoren, bei dem die Einhaltung der festgelegten Standards in den Bibliotheken überprüft wird.

Der Büchereiverein Schleswig-Holstein verleiht das Qualitätssiegel „Qualifizierte Bibliothek zwischen den Meeren“ für eine Dauer von drei Jahren. Bibliotheken können jährlich eine Teilnahme an dem Verfahren beantragen. Die ersten erfolgreichen Zertifizierungen in Schleswig-Holstein fanden 2016/2017 statt.

Weitere Informationen zum Ablauf des Verfahrens finden Sie hier.

Der aktuelle Kriterienkatalog ist hier einsehbar.

20 Jahre Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. – Gemeinsam die Zukunft meistern

BVSH Jubilum Gruppenbild WebDer Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. feiert im Jahr 2015 sein 20-jähriges Bestehen und wappnet sich für neue Aufgaben, um die Öffentlichen Bibliotheken im Land zukunftsfähig aufzustellen.

Im Rahmen einer Feststunde zog der Vorsitzende des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V., Rolf Teucher, in Rendsburg eine positive Bilanz und sprach von einer Erfolgsgeschichte. Mit Blick auf die Zukunft fügte er hinzu: „Es ist alles erreicht. Mit einer Ausnahme: Jetzt fehlt nur noch ein schleswig-holsteinisches Bibliotheksgesetz, das nicht nur Standards beschreibt, sondern die Förderung der Büchereien und wissenschaftlichen Bibliotheken im Land auf eine eigenständige, solide Grundlage stellt.“

Mitte der 90er Jahre stand das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein vor einer tiefgreifenden Neuordnung. Bis 1995 existierten in beiden Landesteilen zwei Vereine nebeneinander: Der „Deutsche Grenzverein“ im Norden und der „Verein Büchereiwesen in Holstein“ im Süden erfüllten jeweils für ihren Bereich die ihnen vom Land Schleswig-Holstein gestellte Aufgabe der Büchereiförderung. Außerdem waren die Bibliotheken der vier kreisfreien Städte separat und jede für sich organisiert. Die damalige Landesregierung beschloss, diese Zweiteilung zu beenden und die bisherigen Aufgaben zentral zu bündeln. Nach langen Verhandlungen kam es am 28.03.1995 schließlich zur Gründung des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V. Im Nachgang entstand aus den beiden Vorgängereinrichtungen die Büchereizentrale Schleswig-Holstein mit Sitz in Rendsburg und Flensburg mit Zuständigkeit für das Öffentliche Bibliothekswesen in allen Kreisen des Bundeslandes. Der Büchereiverein fördert und entwickelt seitdem das öffentliche Büchereiwesen in Schleswig-Holstein mit dem Ziel einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung. Nach und nach wurden auch die Bibliotheken der kreisfreien Städte Flensburg, Kiel und Neumünster in die Förderung einbezogen.


Kulturstaatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer aus dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa erklärte in seinem Grußwort „Die Arbeit der letzten 20 Jahre hat sich gelohnt. Das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein hat Vorbildcharakter.“ In seinem abschließenden Plädoyer für das Lesen betonte er: „Heute wie damals wird gelesen. Das Buch mag von digitalen Medien bedrängt werden, aber gelesen wird trotzdem.“

 

Grußworte von Kulturstaatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer

Festvortrag "20 Jahre Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V." von Dr. Rolf-Peter Carl

Fachbeirat

Sprecherin:
Dipl.-Bibl. Deike Neumärker
Stadtbücherei Rendsburg
stellv. Sprecher:
Dipl.-Bibl. Jens A. Geißler
Stadtbibliothek Bad Oldesloe
Dipl.-Bibl. Ingo Tschepe
Stadtbücherei Norderstedt-Mitte
Dipl.-Bibl. Sven Schiefelbein
Fahrbücherei Rendsburg
Dipl.-Bibl. Melanie Fechner
Stadtbücherei Nortorf
Dipl.-Bibl. Susanne Hansen
Stadtbücherei Fehmarn
Dipl.-Bibl. Thomas Lau
Gemeindebücherei Kronshagen
Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen
Büchereizentrale Schleswig-Holstein
Dipl.-Bibl. Andrea Koehn
Stadtbücherei Wedel
Dr. Andreas Teichert
Stadtbücherei Kiel

Vorstandsmitglieder

Vorstandsmitglieder

Hans-Joachim Grote, Vorsitzender
Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein

Otto Wilke, stellvertretender Vorsitzender
Amtsdirektor Amt Südtondern

Susanne Bieler-Seelhoff
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
Leiterin der Kulturabteilung

Jörg Bülow
Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages

Annette Glage
Kreistagsabgeordnete des Kreises Segeberg

Dipl.-Bibl. Deike Neumärker
Leiterin der Stadtbücherei Rendsburg

Beate Raudies
Schleswig-Holsteinischer Landtag, SPD-Fraktion

Anette Röttger
Schleswig-Holsteinischer Landtag, CDU-Fraktion

 

 

 

 

Geschichte

1921 wurde die "Zentrale für Nordmarkbüchereien" in Flensburg gegründet: Die damalige Zentrale war eine Einrichtung des "Wohlfahrts- und Schulvereins" (später: Deutscher Grenzverein). Die kulturelle Grenzlandarbeit im Landesteil Schleswig führte dort zu einem der fortschrittlichsten öffentlichen Büchereisysteme Europas. Bereits im Laufe der 1920er Jahre gelang es, die Büchereien durch dreiseitige Verträge zwischen Gemeinde oder Stadt, Landkreis und der Büchereizentrale des Deutschen Grenzvereins in ihrer Existenz abzusichern.

Diese Struktur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf den Landesteil Holstein übertragen: 1946 wurde der "Verein Büchereiwesen in Holstein" gegründet, der mit den kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Kreisen Vertragsbeziehungen zur Unterhaltung öffentlicher Büchereien aufnahm.

Bis 1995 existierten die beiden Vereine nebeneinander und erfüllten jeweils für ihren Bereich die ihnen vom Land Schleswig-Holstein gestellte Aufgabe der Büchereiförderung, wobei seit 1970 die Kooperation zwischen den beiden Landesteilen stetig verstärkt wurde.

Am 28.03.1995 kam es schließlich zur Gründung des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V. und im Nachgang dazu zur Errichtung der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, deren Zuständigkeitsgebiet das ganze Bundesland umfasst. Zunehmend wird auch mit den Bibliotheken der kreisfreien Städte kooperiert.