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Erster Bibliothekspreis des Landes Schleswig-Holstein verliehen

Bibliothekspreis05.04.2017 – Erstmals wurde gestern in Kiel der Bibliothekspreis des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Ausgezeichnet wurden die Gemeindebücherei Bordesholm (Gemeinden bis 10.000 EinwohnerInnen, Preisgeld 5.000 Euro) und die Stadtbücherei Ahrensburg (Gemeinden mit mehr als 10.000 EinwohnerInnen, Preisgeld 10.000 Euro). Unter dem Motto „Zusammen leben | lernen | lesen“ wählte eine Jury die Preisträger aus 15 Bewerbungen aus. 

Anlässlich der Preisverleihung in der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) in Kiel sagte Kulturministerin Anke Spoorendonk: „Öffentliche Bibliotheken tragen als zentrale Schnittstelle mit großem Engagement und großer Überzeugung zu Integration und Teilhabe und damit zum Zusammenhalt in den Kommunen bei. So kann Flüchtlingen und Asylsuchenden der erste, barrierefreie Zugang zum interkulturellen Austausch ermöglicht werden. Dies haben die Gemeindebücherei Bordesholm und die Stadtbücherei Ahrensburg vorbildlich umgesetzt.“

Die Jury lobte die engagierte Arbeit der Gemeindebücherei Bordesholm, die ein breites Angebot für Menschen mit Migrationshintergrund organisiert hat: kostenlose Büchereiausweise für Asylsuchende, auf diese abgestimmte Bibliotheksführungen und Medien zum Sprachenlernen, Lektüre in verschiedenen Sprachen, ein arabischer FerienLeseClub und kostenlose Internetarbeitsplätze.

Neben den inhaltlichen Angeboten hat die Jury in der Stadtbücherei Ahrensburg die vielfältige Einbindung von bürgerschaftlichem Engagement, die sehr gute Unterstützung durch die Kommune und das Feingefühl für die Thematik beeindruckt.

Der Bibliothekspreis des Landes Schleswig-Holstein soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden.

Über die ausgezeichneten Bibliotheken wurden zwei Filme erstellt: www.schleswig-holstein.de/bibliothekspreis16

Foto: © Marion Schwarz/ Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein

„Mit Worten wachsen! Sprache durch Bilderbücher entdecken“ – Büchereiangebote für Sprach-Kitas

Mit Worten wachsen Auftakt20.03.2017  Mit dem Projekt „Mit Worten wachsen! Sprache durch Bilderbücher entdecken“ hat die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ein Angebot entwickelt, das landesweit die Vernetzung von Büchereien und Kindertagesstätten im Bereich Sprachkompetenz stärkt. Ziel ist es, Kinder in allen Lebensbereichen gezielt in ihrer Sprachentwicklung zu fördern. Das Vorhaben begleitet das Bundesprogramm „Sprach-Kitas. Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

In Schleswig-Holstein gibt es bereits mehr als 100 Kindertagesstätten, die aus dem Bundesprogramm gefördert werden. Die Öffentlichen Bibliotheken an diesen Standorten stehen den Einrichtungen als nachbarschaftliche Partnerinnen bei der Sprachförderung mit vielfältigen Medien und Kooperationsangeboten zur Seite. Um die Zusammenarbeit zu unterstützen, hat die Büchereizentrale in Abstimmung mit der Fachberatung des Bundesprogramms Medienboxen entwickelt, die landesweit über die öffentlichen Büchereien an örtliche Sprach-Kitas entliehen werden können. Insgesamt 20 Boxen in zwei Varianten sowie ergänzend 20 Rahmen für das Kamishibai-Erzähltheater stehen zur Ausleihe bereit. Zusammengestellt wurde die pro Kiste etwa 15 Titel umfassende Auswahl, die das Sprechen über verschiedene Zugänge anregt, vom Lektorat der Büchereizentrale. Das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Förderung von Innovationen in Öffentlichen Bibliotheken mit insgesamt 10.455 Euro.

Für Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, sind Öffentliche Bibliotheken gefordert, sich für die Chancengleichheit aller Kinder in Deutschland zu engagieren: „Frühkindliche Sprach- und Leseförderung sind dafür ganz wichtig. Die neuen Medienboxen unterstützen das Lesen gerade in Elternhäusern, in denen zu wenig oder gar nicht vorgelesen wird.“

Der landesweite Start für das von der Büchereizentrale initiierte Projekt fand am heutigen Weltgeschichtentag in der Stadtbibliothek Flensburg statt. Sprach-Kitas in ganz Schleswig-Holstein können die Zusammenstellungen ab sofort mit einer Leihfrist von zwei Monaten über alle Stand- und Fahrbüchereien entleihen, die dem Leihverkehr angeschlossen sind. Die Ausleihe ist kostenfrei.

Die Pressemitteilung findet sich im Pressebereich der Homepage.

Infos und Praxisideen zum Projekt: http://www.bz-sh-medienvermittlung.de/thema/mit-worten-wachsen-materialien-zum-projekt/

Foto: © Jens Sauerbrey

Ankommen in Schleswig-Holstein – Medien für die Integrationsarbeit

AiSH Auftakt c Sauerbrey Web14.03.2017 Nach der Erstaufnahme und Unterbringung zehntausender Geflüchteter in den letzten zwei Jahren heißt es nun vielerorts in Schleswig-Holstein, die Integration zu fördern und den Zusammenhalt zu stärken. Büchereien tragen bereits jetzt als offene Treffpunkte und durch die Bereitstellung geeigneter Medien zu einem guten Miteinander bei.

Mit dem Projekt „Ankommen in Schleswig-Holstein“ hat die Büchereizentrale in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein ein dreistufiges Medienangebot entwickelt, um Menschen zu unterstützen, die sich in der Integrationsarbeit engagieren. Die Medien sollen der Sprachförderung und der praktischen Alltagsunterstützung dienen. Die Förderung der schleswig-holsteinischen Sparkassen in Höhe von insgesamt 60.000 Euro ermöglicht die Ausstattung von 77 Büchereistandorten mit 206 Medientaschen. Der landesweite Auftakt fand gestern in der Stadtteilbücherei Kiel-Gaarden statt.

In seinem Grußwort hob Innenminister Stefan Studt als Schirmherr die Bedeutung des Projekts hervor: „Sprache ist bekanntlich der Schlüssel zur Integration. Die Menschen, die noch vor zwei Jahren einfach Flüchtlinge waren, sind nun zu Bücherei-Mitgliedern geworden. Das ist eine gute Entwicklung.“ Studt sieht die neuen Medientaschen als Beleg dafür, gemeinsam bei der Integration auf dem richtigen Weg zu sein: „Sie richten sich noch direkter an die Sprachbenutzer und regen zum eigenen Üben und Sprechen an. Sie helfen bei der Erweiterung des Wortschatzes und tragen dazu bei, Kommunikation im Alltag und bei der beruflichen Orientierung zu verbessern.“

Für Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, sind Öffentliche Bibliotheken gefordert, sich für die Schaffung von niedrigschwelligen Angeboten für Menschen mit Fluchthintergrund zu engagieren: „Mit dem neuen Medienangebot können die Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten, um geflüchteten Menschen die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und ein bereicherndes Miteinander zu fördern.“

Die Pressemitteilung findet sich im Pressebereich der Homepage.

Foto: © Jens Sauerbrey