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Bibliotheksgesetz für Schleswig-Holstein verabschiedet

Landtag SH c Schleswig Holsteinischer Landtag 269

28.07.2016 – Am letzten Tag vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedete der Landtag am vergangenen Freitag den unter Federführung von Kulturministerin Anke Spoorendonk erarbeiteten Entwurf für ein schleswig-holsteinisches Bibliotheksgesetz.

Das Gesetz soll in erster Linie die Bedeutung der Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken für die Bildungslandschaft in Schleswig-Holstein unterstreichen. Erklärtes Ziel ist zudem, einen Beitrag zur Bestandssicherung des Bibliothekssystems in Schleswig-Holstein zu leisten und gleichzeitig die Grundlage für seine Weiterentwicklung zu liefern. „Schutz und Förderung des Büchereiwesens sind in der Landesverfassung Schleswig-Holsteins verankert. Gleichwohl stehen unsere Bibliotheken, wie die Kulturarbeit insgesamt, nicht selten ganz oben auf der Liste, wenn in den Städten und Kommunen gespart werden muss“, erklärte Jette Waldinger-Thiering, kulturpolitische Sprecherin des SSW im Landtag. „Dabei sind es gerade die Bibliotheken, die wie kaum eine andere Institution eine Vielzahl jener Kriterien erfüllen, die wir uns als Gesellschaft auf die Fahnen schreiben: Als Ort der interkulturellen Kommunikation, als Ort der geistigen Vertiefung in Wissen, Forschung, Literatur, Kultur – barrierefrei, kostenlos und neutral.“

Schleswig-Holstein ist das fünfte Bundesland mit einem eigenen Bibliotheksgesetz. 2008 machte Thüringen den Anfang, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Foto: © Schleswig-Holsteinischer Landtag

Fortbildungsverzeichnis für das zweite Halbjahr 2016 erschienen

Fobi2016 2 Titelbild 269pixel24.06.2016 – Auch im zweiten Halbjahr 2016 bietet die Büchereizentrale Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schleswig-holsteinischer Büchereien ein vielfältiges Fortbildungsangebot zu bibliotheksrelevanten Themen.

Mit der Fortführung der Englisch-Kurse „Refugees welcome to the library“ und einem in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein entwickelten Training zur interkulturellen Kompetenz wird das Thema Bibliotheksarbeit für Geflüchtete weiter im Fokus stehen. Darüber hinaus vermittelt eine Schulung der Deutschen Nationalbibliothek das theoretische Basiswissen für das Katalogisieren nach RDA: Behandelt werden Grundlagenmodelle, Regelwerk sowie Terminologie. Im Bereich der Leseförderung präsentiert die Bozener Autorin Dr. Gudrun Sulzenbacher im Nachfolgefolgeband ihrer beliebten Leserezepte weitere kreative Praxisvorschläge und die Hamburger Illustratorin Julia Neuhaus führt in ihrem Seminar „Bilderbücher richtig lesen“ ein in die Grundlagen kindlicher und erwachsener Wahrnehmung von illustrierten Kinderbüchern.

Das gesamte Fortbildungsprogramm mit Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Foto: © BZSH

Büchereiverein Schleswig-Holstein verabschiedet seinen langjährigen Vorsitzenden Rolf Teucher

Verabschiedung Teucher web25.05.2016 – Rolf Teucher hat in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein maßgeblich geprägt und grundlegende Neuerungen auf den Weg gebracht. So trug er u.a. zu einer Neuorganisation des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein bei, indem er an der Auflösung der bis in die 90er Jahre vorherrschenden Doppelstruktur mit dem „Deutschen Grenzverein“ im Norden und dem „Verein Büchereiwesen in Holstein“ im Süden mitwirkte und beide Systeme zusammenführte. Daraus hervor ging 1995 der heutige Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.

Rolf Teucher trieb fortwährend die flächendeckende Förderung und Entwicklung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein voran und setzte sich für eine Absicherung der Finanzierung durch das Finanzausgleichsgesetz (FAG) ein. Nach und nach wurden unter dem Vorsitz Teuchers auch die Bibliotheken der kreisfreien Städte Flensburg, Kiel und Neumünster in die Förderung und Kooperation einbezogen. Nach 26 Jahren zieht sich Rolf Teucher nun zurück aus seinem Ehrenamt und dankte den Anwesenden für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Pläne für die Zeit danach hat der Rendsburger bereits gefasst: „Ich freue mich auf ein gelingendes Nichtstun – und ein gutes Buch.“

Anke Spoorendonk, Kulturministerin des Landes Schleswig-Holstein, würdigte in ihrer Laudatio den Einsatz und die Leistung des 71-Jährigen für das schleswig-holsteinische Büchereiwesen und hob Teuchers breites und lang währendes Engagement hervor, für das er im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden war. Spoorendonk betonte, Teucher habe bei seiner Arbeit „immer die Belange der Bibliotheken im Blick gehabt“.

Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein, dankte Rolf Teucher für seine ehrenamtliche Tätigkeit für den Büchereiverein. Teucher habe dem Verein Ziel, Richtung und den erforderlichen Handlungsrahmen gegeben. „Sie haben nicht nur Türen geöffnet, sondern auch Wege gefunden, um die Interessen und Bedürfnisse der Bibliotheken an oberster Stelle vorzutragen“, so Lorenzen.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Rendsburg haben die Mitglieder des Büchereivereins turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Als Nachfolger für Rolf Teucher wirkt in den nächsten Jahren Hans-Joachim Grote (Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt). Als stellvertretender Vorsitzender wurde Otto Wilke (Amtsdirektor des Amtes Südtondern) im Amt bestätigt. Dem neuen Vorstand gehören außerdem an: Susanne Bieler-Seelhoff (Leitung Kulturabteilung, Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein), Jörg Bülow (Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag), Annette Glage (Kreistagsabgeordnete des Kreises Segeberg), Deike Neumärker (Leiterin der Stadtbücherei Rendsburg), Beate Raudies (Landtagsabgeordnete), Wolfgang Röttgers (Stadtrat für Finanzen, Personal, Kultur und Ordnung der Stadt Kiel) und Peter Sönnichsen (Landtagsabgeordneter).

Foto: © BZSH