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FerienLeseClub 2016: Auf geht's in die Leseferien!

Rendsburg, 21. Juli 2016

51 Büchereien in Schleswig-Holstein starten mit dem FerienLeseClub in die Sommerferien – erstmals ist auch eine Fahrbücherei dabei.

Für gut 400.000 Schüler in Schleswig-Holstein beginnt morgen die schönste Zeit des Jahres. Sechs Wochen Sommerferien locken mit süßem Nichtstun. Doch statt „Zeugnis her und Füße hoch“ heißt es zum Start des FerienLeseClubs in Schleswig-Holsteins Büchereien auch in diesem Jahr: „Auf geht’s in die Leseferien!“

Bis zum 03. September können sich Schülerinnen und Schüler wieder auf den Ferien-Lesestoff in ihrer Bücherei stürzen. Neue Romane und Sachbücher stehen schon in den Regalen bereit und warten darauf, gelesen zu werden. Zum ersten Mal bringt in diesem Jahr auch ein Bücherbus frische FLC-Lektüre für die langen Ferien: Mit der Fahrbücherei 07 im Kreis Schleswig-Flensburg soll getestet werden, ob sich das etablierte Konzept des FerienLeseClubs auch auf den ländlichen Raum übertragen lässt. Statt nur an Vielleser ab der 5. Klasse richtet sich die Leseförderaktion im Bücherbus versuchsweise an Grundschulkinder. Fahrbüchereileiterin Laura Schürmann hält für die Jüngeren ein extra angepasstes Logbuch bereit. Während die Großen Fragen zur Lektüre beantworten, um sich eines der begehrten Zertifikate zu verdienen, können die Nachwuchsleser auch ein Bild einreichen. Geht das Konzept auf, könnte die Junior-Variante des FerienLeseClubs landesweit umgesetzt werden.

51 Büchereien im ganzen Land beteiligen sich an Schleswig-Holsteins größter Leseförderaktion in den Sommerferien und machen 2016 zu einem der stärksten Jahre seit Gründung des FerienLeseClubs. Diese Bilanz verdeutlicht: Der FerienLeseClub ist ein voller Erfolg. „In den nächsten Jahren wollen wir den FerienLeseClub weiter ausbauen, um künftig auch die Jüngsten zum Lesen in den Ferien zu motivieren“, ergänzt Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale, mit Blick in die Zukunft.
Bildungsministerin Britta Ernst stärkt dem FerienLeseClub als landesweite Schirmherrin den Rücken: „Der FerienLeseClub erfindet sich immer wieder neu - mit tollen Ideen jetzt auch für Kinder im Grundschulalter. Die Leseförderaktion im Bücherbus hat alle Elemente, um bei den jüngsten Leserinnen und Lesern ein Erfolg zu werden: altersgerechte Materialien und eine spannende Bücherauswahl. Sie ergänzt damit auf spielerische Art schulische Projekte und zeigt, dass Lesen ‚stark macht‘. Ich wünsche dieser Aktion einen guten Start und hoffe darauf, dass vielleicht schon im kommenden Jahr weitere Regionen einbezogen werden können.“

Der Arena Verlag unterstützt die Aktion auch in diesem Jahr mit Buchpaketen für alle FLC-Büchereien im Gesamtwert von 8.200 Euro. Außerdem ruft der Verlag einen Klassenwettbewerb für Vielleser aus, bei dem als Gewinn neuer Lesestoff für die Schülerbücherei winkt. Unter allen teilnehmenden Büchereien wurde zudem eine Autorenlesung verlost, die in diesem Jahr die Gemeindebücherei Schönkirchen gewonnen hat.

Und so funktioniert der FerienLeseClub (FLC):

  • SchülerInnen ab der 5. Klasse melden sich in ihrer Bibliothek zum FerienLeseClub an.
  • Mit Clubkarte und Leselogbuch ausgestattet lesen sie während der Sommerferien ihre Lieblingsbücher aus einer speziellen FerienLeseClub-Auswahl.
  • Die Lektüre der zurückgebrachten Bücher wird vom Bibliothekspersonal geprüft und im Leselogbuch bestätigt.
  • Nach den Sommerferien erhalten die Jugendlichen auf einer Abschlussparty das FLC-Zertifikat.
  • Die FLC-Teilnehmer legen nach den Ferien das Zertifikat ihren Deutschlehrern vor und können sich die erfolgreiche Teilnahme im Zeugnis eintragen lassen.

Teilnehmer FerienLeseClub 2016 in Schleswig-Holstein:
51 angemeldete Büchereien
Barmstedt, Bordesholm, Brunsbüttel, Büdelsdorf, Eckernförde, Elmshorn, Eutin, Fahrbücherei 7 im Kreis Schleswig-Flensburg, Fehmarn, Flensburg, Flintbek, Geesthacht, Halstenbek, Halstenbek-Krupunder, Heide, Heiligenhafen, Helgoland, Hohenlockstedt, Husum, Itzehoe, Kaltenkirchen, Kappeln, Kellinghusen, Kiel, Kiel-Elmschenhagen, Kiel-Friedrichsort, Kiel-Gaarden, Kiel-Mettenhof, Kiel-Suchsdorf, Kronshagen, Kropp, Lensahn, Neumünster, Neustadt/ Holstein, Nortorf, Oldenburg, Pinneberg, Plön, Quickborn, Reinbek, Rendsburg, Schacht-Audorf, Schleswig, Schönkirchen, Schwarzenbek, Sønderborg, Süderbrarup, Tarp, Timmendorfer Strand, Tönning, Wedel

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist die zentrale Dienstleistungseinrichtung für öffentliche Büchereien in Schleswig-Holstein. Sie bietet u.a. Anschaffungsempfehlungen, die zentrale Medienbestellung und  bearbeitung, technische Unterstützung und Fortbildungen an. Zudem verwaltet sie 13 schleswig-holsteinische Fahrbüchereien.
Weitere Informationen unter www.bz-sh.de.

Büchereiverein Schleswig-Holstein verabschiedet Vorsitzenden Rolf Teucher

Rendsburg, 26. Mai 2016

In einer Feierstunde im Rahmen seiner diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. seinen langjährigen Vorsitzenden Rolf Teucher verabschiedet.

Rolf Teucher hat in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein maßgeblich geprägt und grundlegende Neuerungen auf den Weg gebracht. So trug er u.a. zu einer Neuorganisation des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein bei, indem er an der Auflösung der bis in die 90er Jahre vorherrschenden Doppelstruktur mit dem „Deutschen Grenzverein“ im Norden und dem „Verein Büchereiwesen in Holstein“ im Süden mitwirkte und beide Systeme zusammenführte. Daraus hervor ging 1995 der heutige Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.

Rolf Teucher trieb fortwährend die flächendeckende Förderung und Entwicklung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein voran und setzte sich für eine Absicherung der Finanzierung durch das Finanzausgleichsgesetz (FAG) ein. Nach und nach wurden unter dem Vorsitz Teuchers auch die Bibliotheken der kreisfreien Städte Flensburg, Kiel und Neumünster in die Förderung und Kooperation einbezogen. Nach 26 Jahren zieht sich Rolf Teucher nun zurück aus seinem Ehrenamt und dankte den Anwesenden für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Pläne für die Zeit danach hat der Rendsburger bereits gefasst: „Ich freue mich auf ein gelingendes Nichtstun – und ein gutes Buch.“

Anke Spoorendonk, Kulturministerin des Landes Schleswig-Holstein, würdigte in ihrer Laudatio den Einsatz und die Leistung des 71-Jährigen für das schleswig-holsteinische Büchereiwesen und hob Teuchers breites und lang währendes Engagement hervor, für das er im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden war. Spoorendonk betonte, Teucher habe bei seiner Arbeit „immer die Belange der Bibliotheken im Blick gehabt“.

Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein, dankte Rolf Teucher für seine ehrenamtliche Tätigkeit für den Büchereiverein. Teucher habe dem Verein Ziel, Richtung und den erforderlichen Handlungsrahmen gegeben. „Sie haben nicht nur Türen geöffnet, sondern auch Wege gefunden, um die Interessen und Bedürfnisse der Bibliotheken an oberster Stelle vorzutragen“, so Lorenzen.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Rendsburg haben die Mitglieder des Büchereivereins turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Als Nachfolger für Rolf Teucher wirkt in den nächsten Jahren Hans-Joachim Grote (Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt). Als stellvertretender Vorsitzender wurde Otto Wilke (Amtsdirektor des Amtes Südtondern) im Amt bestätigt. Dem neuen Vorstand gehören außerdem an: Jörg Bülow (Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag), Annette Glage (Kreistagsabgeordnete Bad Segeberg), Beate Raudies (Landtagsabgeordnete) Wolfgang Röttgers (Stadtrat für Finanzen, Personal, Kultur und Ordnung der Stadt Kiel) und Peter Sönnichsen (Landtagsabgeordneter).

Informationen zum Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.

Gemäß Artikel 9 Abs. 3 der Landesverfassung wird das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein in gemeinsamer Verantwortung und gegenseitiger Verpflichtung vom Land, den Städten, Gemeinden und Kreisen getragen. In Schleswig-Holstein hat das Land die Aufgabe der Büchereiförderung dem Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. übertragen. Der Verein ist Träger der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, der Dienstleistungseinrichtung zur Unterstützung der öffentlichen Büchereien im Land.

Der Büchereiverein hat rund 130 Mitglieder. Als Mitglieder können dem Verein die Kreise, Städte, Gemeinden, der Deutsche Grenzverein und andere Einrichtungen, die eine öffentliche Stadtbücherei unterhalten oder dauerhaft finanziell fördern sowie Ämter, die einen Fahrbüchereivertrag abgeschlossen haben, beitreten.

Der Büchereiverein fördert und entwickelt gemäß seiner Satzung das öffentliche Büchereiwesen in Schleswig-Holstein mit dem Ziel einer flächendeckenden Medien- und Informationsversorgung der Bevölkerung in allen Teilen des Landes. Zu diesem Zweck schließt er mit seinen Mitgliedskommunen privatrechtliche Verträge ab, die für die öffentlichen Büchereien eine sachgerechte Ausstattung und eine kontinuierliche Finanzierung sicherstellen. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage landesweit geltender auf Leistungszahlen basierender Förderkriterien.

Die Laudatio von Frau Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, finden Sie hier.

Winterzeit ist Vorlesezeit! – Zehn Jahre Dezembergeschichten

Rendsburg, 27. November 2015

Zum zehnten Mal in Folge startet am Freitag vor dem 1. Advent in Schleswig-Holstein unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerin Anke Spoorendonk die landesweite Vorleseinitiative „Dezembergeschichten“ der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

Nach der inhaltlichen Umgestaltung im letzten Jahr präsentieren sich die „Dezemberge-schichten“ zum zweiten Mal in veränderter Form – diesmal mit einer weiteren Neuerung: Neben dem „Dezemberbuch des Jahres“ mit Vorlesegeschichten für jeden Tag, die sich an Grundschulkinder der 3. und 4. Klassen richten, wird ergänzend auch das „Kleine Dezemberbuch des Jahres“ angeboten. Die von der „Stiftung Lesen“ als Vorlesebuch empfohlene adventliche Geschichtensammlung „Das Weihnachtslied der Tiere“ richtet sich an jüngere Zuhörer in Kindertagesstätten und Grundschulen (Klasse 1-2). Mehr als 300 Exemplare der beiden Dezemberbücher wurden in den vergangenen Wochen über die Büchereizentrale bezogen und sind in vielen Büchereien im ganzen Land zu entleihen.

Seit 2006 fördert die Vorleseinitiative die Kooperation von Bibliotheken und Schulen und leistet einen Beitrag zur Stärkung von Lesemotivation und Lesefreude bei Kindern. Mit der Erweiterung in diesem Jahr soll künftig auch die Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten intensiviert werden. Grundschulen können die Initiative weiterhin als „literarischen Adventskalender“ nutzen: Dabei wird an jedem Schultag im Dezember eine „5-Minuten-Geschichte“ aus dem Buch vorge-lesen und mit einer Mitmach-Idee zur Sprach- und Leseförderung vertieft. Die Mitmachvorschläge zu den Geschichten für jüngere Kinder legen einen besonderen Schwerpunkt auf das gemeinsame Singen eines einfachen Liedes, das sich wie ein roter Faden durch die Tage zieht und das Vorlesen begleitet. Durch die überschaubare Geschichtenauswahl – sieben Geschichten für jeden zweiten Tag im Advent – lässt diese Sammlung mehr Zeit und Raum zum Gestalten, Wiederholen und Vertiefen.

Wie bereits im Vorjahr können alle Informationen und Materialien auf der Seite www.dezembergeschichten.de heruntergeladen werden und bieten vielfältige Mitmach-Möglichkeiten in der Adventszeit. Der freie Online-Zugang zu den Materialien und die breite Verfügbarkeit der „Dezemberbücher des Jahres“ erweitern die Einsatzmöglichkeiten: Das Angebot kann individuell als Anregung zum Vorlesen genutzt werden – für Jung und Alt, im Kindergarten, in der Schule, in der Bücherei oder in der Familie.

„Schon eine kleine Zäsur im Alltag mit einer 5-Minuten-Geschichte kann dabei helfen, für einen Moment innezuhalten – gerade in unruhigen Zeiten. Einander zuhören, miteinander nachdenken, singen und erzählen – das sind wichtige gemeinschaftsstiftende Erfahrungen, die durch kleine Geschichten angeregt werden“, sagt Susanne Brandt von der Büchereizentrale, die das Projekt koordiniert. „Wir erleben in diesem Jahr durch das aktuelle Weltgeschehen an vielen Orten besondere Herausforderungen, die für manche Menschen mit Verunsicherung und Neuorientierung in vielen Lebensbereichen verbunden sind. Umso wichtiger ist es, in der Adventszeit immer wieder auch gemeinsam zur Ruhe zu kommen und Vertrautheit untereinander langsam wachsen zu lassen.“

In der Gemeindebücherei Bordesholm, wo die landesweite Auftaktveranstaltung am heutigen Vormittag stattfand, las Susanne Bieler-Seelhoff, Leiterin der Kulturabteilung im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa, Kindern der benachbarten Lindenschule eine Geschichte aus dem „Kleinen Dezemberbuch“ vor und öffnete den ersten Dezemberbrief. Sie sieht im gemeinsamen Vorlesen die besondere Chance der Initiative und hob hervor: „Lesen bedeutet Abenteuer im Kopf zu erleben. Zusammen lesen heißt, sich mit Geschwistern, mit Freunden oder in der Schule gemeinsam zu freuen, neuen Erlebnissen entgegen zu fiebern und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. Das wirkt lange nach. Die Dezembergeschichten sind ein wichtiger Baustein dafür, die Lust am Buch so früh wie möglich zu wecken und zu fördern“. Ganz in diesem Sinne klang die Auftaktveranstaltung mit einem gemeinsamen Lied zur vorgelesenen Geschichte aus.

Weitere Informationen finden Sie hier.