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Warten auf Weihnachten: "Dezenbergeschichten" fördern Vorlesekultur in der Adventszeit

Rendsburg, 30. Dezember 2017

Pünktlich zum 1. Dezember startet morgen in Schleswig-Holstein die landesweite Vorleseinitiative „Dezembergeschichten“ der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

Seit 2006 fördert die Initiative die Vorlesekultur in den Wochen vor Weihnachten und leistet einen Beitrag zur Stärkung von Lesemotivation und Lesefreude bei Kindern. 475 Exemplare der diesjähri-gen Dezemberbücher wurden in den vergangenen Wochen über die Büchereizentrale bezogen und sind in vielen Büchereien im ganzen Land zu entleihen.

Neben dem „Dezemberbuch des Jahres“ mit Vorlesegeschichten für jeden Tag, die sich an Grund-schulkinder der Klassen 2-4 richten, wird auch 2017 ergänzend das „Kleine Dezemberbuch des Jahres“ angeboten. Die adventliche Geschichtensammlung „Die Weihnachtsmaus sucht ein Zuhaus“ der Kinderbuchautorin Barbara Peters, die im Schreibkontor der Geschichtenfischer im Kinderliteratur-haus der Lübecker Bücherpiraten ihre kreativen Ideen entwickelt, eignet sich für jüngere Zuhörer in Kindertagesstätten und Grundschulen (Klasse 1-2). Zu den kurzen Geschichten lässt sich Tag für Tag ein „Brief von der Weihnachtsmaus“ öffnen, der die Kinder zum Mitmachen anregt.
Grundschulen können die Initiative als „literarischen Adventskalender“ nutzen: Dabei wird an jedem Schultag im Dezember aus Geschichten von bekannten Kinderbuchautoren der Sammlung „Der große Weihnachtsknall“ (herausgegeben von Andreas Schlüter) vorgelesen. Auch hier geben Mit-mach-Briefe zu den Geschichten jeden Tag kurze Impulse zum Weiterdenken.

Alle Informationen und ergänzenden Kreativ-Ideen zu den Büchern können auf der Seite www.dezembergeschichten.de heruntergeladen werden. Selbstverständlich lässt sich das Angebot auch außerhalb von Schule und Kindertagesstätten individuell als Anregung zum Vorlesen nutzen – für Jung und Alt, in der Bücherei, in der Familie oder bei Weihnachtsfeiern.

„Die Geschichten und Mitmach-Ideen lassen sich ganz flexibel einsetzen“, sagt Susanne Brandt von der Büchereizentrale, die das Projekt koordiniert. „Vielleicht ergibt sich beim Zuhören und Erzählen zu einer Geschichte etwas Entschleunigung inmitten der vielen Aktivitäten der Adventszeit. Egal ob das Vorlesen täglich oder nur ab und zu im Alltag Platz findet – entscheidend ist die Erfahrung, sich ein-fach mal entspannt Zeit zu nehmen für einen Text. Und für alle, die daran Gefallen finden, haben die Büchereien in Schleswig-Holstein noch viele Bücher mehr im Angebot – auch nach Weihnachten!“

34. Kinder- und Jugendbuchwochen: Größtes Lesefest in Schleswig-Holstein weckt Lust am Lesen

Rendsburg, 11. November 2017

Mehr als 300 Veranstaltungen an 77 verschiedenen Orten: 34 Autoren, Illustratoren und Theatergruppen machen sich auf den Weg, um landesweit in schleswig-holsteinischen Büchereien rund 15.000 Kinder und Jugendliche für Literatur zu begeistern.

Beste Gelegenheit, die Lese-Lust zu wecken, bieten auch in diesem Jahr die Kinder- und Jugendbuchwochen, die vom 13. bis zum 26. November bereits zum 34. Mal in Schleswig-Holstein stattfinden. In 77 Büchereien sind 34 Autoren, Illustratoren, Geschichtenerzähler und Liedermacher zu Gast, um ihre Freude an Literatur, Geschichten und Sprache mit Kindern und Jugendlichen zu teilen. Etwa 300 Lesungen, Workshops und Theateraufführungen bieten rund 15.000 Kindern und Jugendlichen aus 500 Kindergartengruppen und Schulklassen die Chance, einen Autor oder Künstler zu treffen und in literarische Welten einzutauchen.

Das größte Lesefest im Land läutet Schirmherr Klaus Schlie, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages, heute in der Stadtbücherei Wedel ein. Die bekannte Kinderbuchautorin Kirsten Boie liest anlässlich der Eröffnung aus ihrer Kinderkrimi-Reihe „Thabo, Detektiv und Gentleman“ und entführt die jungen Zuhörer ins ferne Afrika. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag von Schülerinnen und Schülern der Wedeler Klavierpädagogin Katharina Acer.
Klaus Schlie betont in seiner Eröffnungsrede: „Kinder- und Jugendbücher entführen in reale, aber auch in fantastische Welten. Sie erweitern den Horizont, sie machen neugierig und sie machen schlau. Daran erinnern die 34. Kinder- und Jugendbuchwochen.“

„Leseförderung ist ein wichtiger Baustein öffentlicher Büchereien in Schleswig-Holstein. Die Beschäftigung mit Büchern und Geschichten fördert die Entwicklung der Lesekompetenz, die Grundvoraussetzung für die aktive Teilhabe auch in der digitalen Gesellschaft ist“, erklärt Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

Die jährlich im November in rund 80 Büchereien stattfindenden Kinder- und Jugendbuchwo-chen bilden seit mehr als 30 Jahren eine feste Größe im Literaturkalender des Landes. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein koordiniert seit 1984 die Organisation des größten Lesefestivals in der Region. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein fördert die 34. Kinder- und Jugendbuchwochen mit insgesamt 14.500 Euro. Weitere rund 75.000 Euro für die Finanzierung der 300 Veranstaltungen bringen Kommunen, Schulen, Fördervereine und lokale Unterstützer auf.

Das Programm der kommenden zwei Wochen ist vielfältig: 34 namhafte Autoren und Künstler reisen vom 13. bis zum 26. November durch ganz Schleswig-Holstein. Dabei sind unter anderem Kirsten Boie, Margit Auer, Charlotte Habersack, Alexander Steffensmeier und der amtierende Vorleseweltrekordhalter Stefan Gemmel. Einen Programmschwerpunkt bilden Geschichten über Flucht, Vertreibung und Fremdsein. Neben Kirsten Boie und Mernousch Zaeri-Esfahani widmen sich auch Manfred Theisen, Luisa Natiwi und andere auf unterschied-liche Weise dieser aktuellen Thematik.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bz-sh.de/index.php/dienstleistungen/kinder-und-jugendbuchwochendienstleistungen/kinder-und-jugendbuchwochen

Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein auf dem Weg in digitale Zukunft

Rendsburg, 06. Oktober 2017

Mit der Einführung eines innovativen Bibliotheksmanagementsystems auf Open-Source-Basis nimmt die Fahrbücherei im Kreis Rendsburg-Eckernförde bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein ersetzt die Fahrbücherei 02 im Kreis Rendsburg-Eckernförde im Rahmen eines Pilotprojekts als erste Fahrbibliothek in Deutschland ihr bisheriges Ausleihsystem durch das webbasierte Bibliotheksmanagementsystem „Koha“. Nach erfolgreicher Testphase sollen alle 13 ländlichen Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein auf das neue System umsteigen.

Das Bibliothekssystem „Koha“ wurde 1999 in Neuseeland entwickelt und gilt als erste auf dem Open-Source-Prinzip basierende Bibliothekssoftware, die von Bibliotheken und Programmierern weltweit kontinuierlich und gemeinschaftlich weiterentwickelt wird. Heute wird „Koha“ weltweit in schätzungsweise mehr als 15.000 Bibliotheken eingesetzt. Das Wort „Koha“ stammt aus der Sprache der Maori und bedeutet „Geschenk“.

„Koha“ überzeugt durch seine nutzerfreundliche Handhabung: Im integrierten digitalen Bibliothekskatalog (https://bzsh-f2.lmscloud.net) können Bibliothekskunden mit ihrer persönlichen Benutzerkennung ab sofort nicht nur Bücher, Hörbücher, Zeitschriften und DVDs bequem per Mausklick über das Internet vormerken oder verlängern, sondern auch im breiten Angebot der Fahrbücherei stöbern. Der Bibliothekskatalog ist mit verschiedenen Datenquellen, wie beispielsweise dem E-Medienbestand der „Onleihe zwischen den Meeren“, angereichert und eröffnet als Discovery-System eine Vielzahl neuer Recherchemöglichkeiten. Der Online-Katalog der Fahrbücherei wird so zu einem umfassenden Instrument der Informationsbeschaffung.

Als niedrigschwellige Orte ermöglichen die Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein der Bevölkerung außerhalb der Städte die Teilhabe in einer zunehmend digitalisierten Welt. Die mobilen Büchereien arbeiten eng mit Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen zusammen und sind als Kulturknotenpunkte vernetzt mit lokalen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Für die Zukunft gilt, die Fahrbüchereien weiter den Anforderungen des digitalen Wandels anzupassen, um neue gesellschaftliche Aufgaben erfüllen zu können. Mit der Investition in das webbasierte Bibliothekssystem „Koha“ setzt die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ein Zeichen für die Fahrbüchereien im Land als starke Infrastruktureinrichtungen der Zukunft im Bereich der kulturellen Bildung.

„Die Einführung von ‚Koha‘ ist ein wichtiger Baustein in der digitalen Strategie der Büchereizentrale und übernimmt Signalfunktion für die Bibliothekslandschaft in Schleswig-Holstein. Das innovative System ermöglicht die umfassende Erschließung digitaler und analoger Angebote öffentlicher Büchereien in einer Rechercheumgebung. Egal ob Buch, E-Book oder Datenbankeintrag: Ein schneller Sucherfolg ist garantiert“, unterstreicht Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

„Wir wollen die Fahrbüchereien stärken und zeitgemäß ausrichten. Sie sind wichtiger Teil der schleswig-holsteinischen Bibliothekslandschaft, für den ländlichen Raum von unschätzbarem Wert. Ich bin stolz darauf, dass wir bundesweit eines der dichtesten Fahrbibliotheknetze aufweisen können. Und bald wohl auch eines der modernsten“, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei. „Denn wir feiern heute ein Pilotprojekt, das den besonderen Stellenwert im Norden unterstreicht: Erstmals wird in einer rollenden Bücherei in Deutschland die Software ‚Koha‘ eingesetzt.“

Das Ministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Förderung von Innovationen in Öffentlichen Bibliotheken mit insgesamt 19.600 Euro. 2017 können mit den Innovationsmitteln landesweit insgesamt 18 Projekte gefördert werden mit einem Fördervolumen von rund 310.000 Euro.

 

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist die zentrale Dienstleistungseinrichtung für öffentliche Büchereien in Schleswig-Holstein. Sie bietet u.a. Anschaffungsempfehlungen, die zentrale Medienbestellung und ‑bearbeitung, technische Unterstützung und Fortbildungen an. Zudem verwaltet sie 13 schleswig-holsteinische Fahrbüchereien.

Weitere Informationen unter www.bz-sh.de.

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