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20 Jahre Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.

Rendsburg, 13.05.2015

Der Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und wappnet sich für neue Aufgaben, um die Öffentlichen Bibliotheken im Land zukunftsfähig aufzustellen.

Im Rahmen des heutigen Festakts zog der Vorsitzende des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V., Rolf Teucher, in Rendsburg eine positive Bilanz und sprach von einer Erfolgsgeschichte. Mit Blick auf die Zukunft fügte er hinzu: „Es ist alles erreicht. Mit einer Ausnahme: Jetzt fehlt nur noch ein schleswig-holsteinisches Bibliotheksgesetz, das nicht nur Standards beschreibt, sondern die Förderung der Büchereien und wissenschaftlichen Bibliotheken im Land auf eine eigenständige, solide Grundlage stellt.“

Mitte der 90er Jahre stand das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein vor einer tiefgreifenden Neuordnung. Bis 1995 existierten in beiden Landesteilen zwei Vereine nebeneinander: Der „Deutsche Grenzverein“ im Norden und der „Verein Büchereiwesen in Holstein“ im Süden erfüllten jeweils für ihren Bereich die ihnen vom Land Schleswig-Holstein gestellte Aufgabe der Büchereiförderung. Außerdem waren die Bibliotheken der vier kreisfreien Städte separat und jede für sich organisiert. Die damalige Landesregierung beschloss, diese Zweiteilung zu beenden und die bisherigen Aufgaben zentral zu bündeln. Nach langen Verhandlungen kam es am 28.03.1995 schließlich zur Gründung des Büchereivereins Schleswig-Holstein e.V. Im Nachgang entstand aus den beiden Vorgängereinrichtungen die Büchereizentrale Schleswig-Holstein mit Sitz in Rendsburg und Flensburg mit Zuständigkeit für das Öffentliche Bibliothekswesen in allen Kreisen des Bundeslandes. Der Büchereiverein fördert und entwickelt seitdem das öffentliche Büchereiwesen in Schleswig-Holstein mit dem Ziel einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung. Nach und nach wurden auch die Bibliotheken der kreisfreien Städte Flensburg, Kiel und Neumünster in die Förderung einbezogen.

Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer aus dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa erklärte in seinem Grußwort „Die Arbeit der letzten 20 Jahre hat sich gelohnt. Das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein hat Vorbildcharakter.“ In seinem abschließenden Plädoyer für das Lesen betonte er: „Heute wie damals wird gelesen. Das Buch mag von digitalen Medien bedrängt werden, aber gelesen wird trotzdem.“
In den 20 Jahren seit seiner Gründung entwickelte der Büchereiverein das Öffentliche Bibliothekswesen in Schleswig-Holstein kontinuierlich weiter. Die Anpassung des Angebotsspektrums an die sich ändernden Bedürfnisse der Bibliothekskunden stellt dabei einen wesentlichen Faktor dar. Ziel der nächsten Jahre ist es, die Büchereien im Land zukunftsfähig aufzustellen, damit diese ihren Aufgaben im Wandel der Medien- und Informationswelten und angesichts immer höherer gesellschaftlicher Anforderungen angemessen nachkommen können. Bibliotheken sind in der Zusammenführung digitaler und physischer Angebote als Orte der Begegnung, der Kommunikation, der Wissensvermittlung, der Meinungsbildung und der kulturellen Inspiration weiterzuentwickeln.

Informationen zum Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.
Gemäß Artikel 9 Abs. 3 der Landesverfassung wird das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein in ge-meinsamer Verantwortung und gegenseitiger Verpflichtung vom Land, den Städten, Gemeinden und Kreisen getragen. In Schleswig-Holstein hat das Land die Aufgabe der Büchereiförderung dem Bücher-eiverein Schleswig-Holstein e.V. übertragen. Der Verein ist Träger der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, der Dienstleistungseinrichtung zur Unterstützung der öffentlichen Büchereien im Land.

Der Büchereiverein hat rund 130 Mitglieder. Als Mitglieder können dem Verein die Kreise, Städte, Ge-meinden, der Deutsche Grenzverein und andere Einrichtungen, die eine öffentliche Stadtbücherei un-terhalten oder dauerhaft finanziell fördern sowie Ämter, die einen Fahrbüchereivertrag abgeschlossen haben, beitreten.
Der Büchereiverein fördert und entwickelt gemäß seiner Satzung das öffentliche Büchereiwesen in Schleswig-Holstein mit dem Ziel einer flächendeckenden Medien- und Informationsversorgung der Be-völkerung in allen Teilen des Landes. Zu diesem Zweck schließt er mit seinen Mitgliedskommunen privatrechtliche Verträge ab, die für die öffentlichen Büchereien eine sachgerechte Ausstattung und eine kontinuierliche Finanzierung sicherstellen. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage landesweit geltender auf Leistungszahlen basierender Förderkriterien.

Weitere Informationen im Internet unter www.bz-sh.de

 

Kontakt

Lisa Wetendorf
Büchereizentrale Schleswig-Holstein
Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 680, 24752 Rendsburg
Tel.: 04331/125-412
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Digitale Ausleihen: Der Online-Boom geht weiter

Rendsburg, 04.05.2015

 Erweiterung des "Onleihe zwischen den Meeren"-Verbunds auf 101 Büchereien ermöglicht 75% der Bevölkerung Nutzung der Online-Bibliothek.

Während die Ausleihzahlen klassischer Medien stagnieren, steigen die digitalen Entleihungen in Schleswig-Holsteins Bibliotheken stetig an. 2014 konnte mit 430.000 Entleihungen ein Plus von 87 Prozent verzeichnet werden. Für das laufende Jahr werden mehr als 500.000 Entleihungen erwartet. Damit festigt sich der Ausleihanteil der E-Medien weiter. Besonders gefragt sind derzeit vor allem Romane und Ratgeber. 

Das digitale Medienangebot der Öffentlichen Bibliotheken im Land steht immer mehr Bürgerinnen und Bürgern offen: 18 Neueinsteiger sind zum 1. Mai 2015 dem Verbund der "Onleihe zwischen den Meeren" beigetreten, der jetzt insgesamt 101 Büchereien umfasst und damit zum größeten Zusammenschluss in ganz Deutschland geworden ist. Mehr als 2 Millionen Einwohner in den Einzugsgebieten der Büchereien haben mittlerweile die Möglichkeit, die Onleihe mit über 42.000 digitalen Medien zu nutzen. Das gilt in der Stadt wie auf dem Land, denn auch alle Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein bieten in den ländlichen Gemeinden die Onleihe an. Auch in Zukunft werden Inhalte meistens durch das Lesen erschlossen, ob als Buch oder in digitaler Form ist dabei unerheblich. Die Büchereien tragen mit der Onleihe dem medialen Wandel Rechnung. Durch ihre Niedrigschwelligkeit wirken sie einer digitalen Spaltung entgegen., fasst Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein die Bedeutung des Angebots zusammen.

Die Nutzung ist denkbar einfach: Über das Webportal www.onleihe.de/sh können Bibliothekskunden mit ihrer persönlichen Büchereiausweisnummer und einem Passwort eBooks, eAudios, eVideos und ePapers bequem per Mausklick über das Internet herunterladen. Die eMedien können für einen begrenzten Zeitraum auf dem eigenen Computer, eBook-Reader oder sonstigen mobilen Geräten genutzt werden. Nach dem Ende der Leihfrist stehen die Daten automatisch dem nächsten Kunden zur Verfügung. Eine Rückgabe ist nicht nötig.Gerade für Vielleser und ältere Bibliothekskunden in Schleswig-Holstein ist die Onleihe eine attraktive Ergänzung. Sie wurde im Februar 2011 als Teil der eMedien-Offensive der Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein initiiert. Ziel der Initiative war es, das Angebotsspektrum im Bereich der digitalen Medien an die veränderten Bedürfnisse der Bibliothekskunden anzupassen. Ihr Erfolg zeigt sich auch in der Akzeptanz des Onleihe-Angebots: 880.000 digitale Entleihungen von rund 31.300 Nutzern verzeichnete die Online-Bibliothek seit ihrem Start.

Die "Onleihe zwischen den Meeren" ist ein Angebot von derzeit 101 Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein und den Deutschen Büchereien Nordschleswig. Es wird von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein koordiniert und durch das Land Schleswig-Holstein sowie die Kreissparkassenstiftung Herzogtum Lauenburg finanziell gefördert.

 

Folgende Bibliotheken bieten Ihren Kunden die Onleihe zwischen den Meeren an:

Ahrensburg, Altenholz, Bad Bramstedt, Bad Oldesloe, Bad Schwartau, Bad Segeberg, Bargteheide, Barmstedt, Boostedt, Bordesholm, Bredstedt, Brunsbüttel, Büchen, Büdelsdorf, Büsum, Eckernförde, Ellerau, Elmshorn, Eutin, Fahrbücherei 2 im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Fahrbücherei 3 im Kreis Steinburg, Fahrbücherei 5 im Kreis Nordfriesland, Fahrbücherei 6 im Kreis Schleswig-Flensburg, Fahrbücherei 7 im Kreis Schleswig-Flensburg, Fahrbücherei 8 im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Fahrbücherei 9 im Kreis Plön, Fahrbücherei 10 im Kreis Plön, Fahrbücherei 11 im Kreis Stormarn, Fahrbücherei 12 im Kreis Segeberg, Fahrbücherei 13 im Kreis Dithmarschen, Fahrbücherei 14 im Kreis Ostholstein, Fahrbücherei 15 im Kreis Segeberg, Fehmarn, Flensburg, Flintbek, Geesthacht, Gettorf, Glinde, Glücksburg, Glückstadt, Groß Grönau, Großhansdorf, Halstenbek, Harrislee, Heide, Heiligenhafen, Henstedt-Ulzburg, Husum, Itzehoe, Itzstedt/ Nahe, Kaltenkirchen, Kappeln, Kellinghusen, Kiel, Kronshagen, Kropp, Lauenburg, Leck, Lensahn, Lübeck (Emil-P.-Schule), Lütjenburg, Meldorf, Mittelangeln, Mölln, Neumünster, Neustadt, Niebüll, Norderstedt, Nortorf, Oldenburg, Pinneberg, Plön, Preetz, Quickborn, Ratzeburg, Reinbek, Rendsburg, Schacht-Audorf, Schenefeld, Schleswig, Schönkirchen, Schwarzenbek, Schwentinetal/Klausdorf, Schwentinetal/Raisdorf, Sörup, St. Peter-Ording, Stockelsdorf, Süderbrarup, Sylt, Tarp, Timmendorfer Strand, Tönning, Tornesch, Trappenkamp, Trittau, Uetersen, Wahlstedt, Wedel, Wentorf, Wyk und die Deutschen Büchereien Nordschleswig

 

Kontakt

Lisa Wetendorf
Büchereizentrale Schleswig-Holstein
Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 680, 24752 Rendsburg
Tel.: 04331/125-412
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"Lesen macht Leben leichter"

Rendsburg, 17.02.2015

Der Landesverband der Volkshochschulen und die Büchereizentrale Schleswig-Holstein entwickeln gemeinsam Angebote für leseungeübte Erwachsene. Die Schirmherrschaft für die Kampagne "Lesen macht Leben leichter" übernimmt Ministerpräsident Torsten Albig, die schleswig-holsteinischen Sparkassen unterstützen das Projekt.

In Deutschland leben 7,5 Millionen deutschsprachige Frauen und Männer, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Das heißt: Ungefähr jeder zehnte Erwachsene hat nicht richtig lesen und schreiben gelernt. In Schleswig-Holstein sind es rund 250.000 Mitbürger. Menschen, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben, bleiben von vielen Dingen ausgeschlossen, die für andere ganz selbstverständlich sind. Beruflich geraten sie schnell an ihre Grenzen und in der Regel üben sie Tätigkeiten aus, die weit unter ihren Fähigkeiten liegen. Aber auch in ihrer Freizeit sind Betroffene auf Hilfe angewiesen. Glücklicherweise kann man dieses Problem auch noch im Erwachsenalter lösen: Es ist nie zu spät, lesen und schreiben zu lernen. Deshalb haben die Volkshochschulen und Büchereien im Land gemeinsam Angebote für Menschen entwickelt, die besser lesen und schreiben können möchten. Begleitet wird die Kampagne von Aufklärungsmaterialien für Betroffene und Multiplikatoren.

Ziel der Kampagne ist es, die Lesefähigkeit zu fördern und gleichzeitig das Bewusstsein und Verständnis für die Situation erwachsener funktionaler Analphabeten zu wecken. Funktionale Analphabeten sind in vielen Fällen in der Lage, einzelne Wörter oder sehr kurze Sätze zu entziffern, nicht aber einfache Texte, Arbeitsanweisungen oder Mitteilungen.

In Schleswig-Holstein bieten mehr als 30 Volkshochschulen Kurse an, in denen Erwachsene lesen und schreiben lernen können - noch einmal ganz von vorn oder genau das, was für den Alltag und für den Beruf gebraucht wird. Zunächst werden 30 Büchereien an Kursstandorten mit Medienboxen ausgestattet, die Bücher und Arbeitsmaterialien in "leichter Sprache" enthalten. Darunter befinden sich beispielsweise Adaptionen bekannter Romane in "leichter Sprache", Kochbücher und Lernmaterialien. Zusammengestellt wurde die ca. 30 Titel umfassende Medienauswahl vom Lektorat der Büchereizentrale. "Leseförderung zählt zu den Kernaufgaben der Öffentlichen Büchereien in Schleswig-Holstein. Mithilfe des neuen Medienbox-Angebots erhalten leseungeübte Erwachsene gezielt Unterstützung.", erläutert Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale.

"Die Volkshochschulen in Schleswig-Holstein arbeiten schon lange mit großem Engagement daran, den Betroffenen zu helfen.", betont Monika Peters, Direktorin des Landesverbands. In fünf regionalen Beratungsstellen und beim Landesverband der Volkshochschulen können sich Betroffene und am Thema Interessierte ausführlich informieren. Die Beratung ist kostenlos, da sie aus dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird. "Die Leseboxen in den Büchereien sind eine wunderbare Ergänzung zum Kursangebot unserer Mitgliedseinrichtungen und motivieren zusätzlich zum  Lernen.", fasst Monika Peters zusammen. "Lesen ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb unterstützen die schleswig-holsteinischen Sparkassen in den kommenden Jahren verstärkt Projekte zur Förderung der Lesekompetenz.", begründet Gyde Opitz vom Sparkassen- und Giroverband abschließend das Engagement.

Der landesweite Startschuss für die Kampagne fiel am Nachmittag des 17. Februars in der Stadtbücherei Norderstedt-Garstedt. Ingo Tschepe und Karin Sträter, Leiter der örtlichen Bibliotheken, nahmen die ersten Medienboxen entgegen. Überreicht wurden diese von den Kampagnenpartnern Monika Peters, Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen und Gyde Opitz. „Die heute gestartete Kampagne und die damit verbundene Kooperation von Volkshochschulen und Büchereien ergänzt hervorragend die Aktivitäten der Stadt Norderstedt. Sie ist ein weiterer Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule und Bücherei innerhalb der Bildungswerke Norderstedt.“, lobte Stadtpräsidentin Kathrin Oehme das Vorhaben.

 

Informationen / Lernmöglichkeiten unter:

www.lesen-macht-leben-leichter.de

www.ich-will-lernen.de

www.ich-will-deutsch-lernen.de

 

Die Büchereien an folgenden Orten werden zu Beginn mit Medienboxen ausgestattet

Ahrensburg, Bad Oldesloe, Bad Schwartau, Brunsbüttel, Eckernförde, Elmshorn, Eutin, Fehmarn, Flensburg, Geesthacht, Heide, Heiligenhafen, Hohenwestedt, Husum, Itzehoe, Kiel, Lübeck, Lütjenburg, Meldorf, Neumünster, Neustadt i.H., Norderstedt, Oldenburg i.H., Pinneberg, Preetz, Rendsburg, Schleswig, St. Peter-Ording, Tornesch, Wedel

 

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