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„Lesen macht Leben leichter“ – Start für landesweites Netzwerk

Rendsburg, 07. Oktober 2015

Der Landesverband der Volkshochschulen und die Büchereizentrale Schleswig-Holstein gründen im Rahmen der Kampagne „Lesen macht Leben leichter“ ein landesweites Netzwerk zur Alphabetisierung. Ministerpräsident Torsten Albig gab als Schirmherr heute im Kulturforum in der Stadtgalerie Kiel den Startschuss für diese Zusammenarbeit. Unterstützt wird das Projekt von den schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Mit der Ärztekammer Schleswig-Holstein, den Berufsbildenden Schulen in Schleswig-Holstein, dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein e.V., dem Landesportverband Schleswig-Holstein e.V. und dem LandFrauenverband Schleswig-Holstein e.V. sowie der Bürgerbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein wurde ein starkes Netzwerk aus Institutionen und Verbänden aufgebaut, die das Vorhaben unterstützen. Ziel ist es, effektiv über verschiedene gesellschaftliche Kanäle auf die Kurs- und Medienangebote der Volkshochschulen und Büchereien im Land aufmerksam zu machen und gleichzeitig das Bewusstsein für die Situation erwachsener funktionaler Analphabeten zu stärken. Mithilfe der beteiligten Verbände und Institutionen soll es gelingen, Betroffene über neue Wege anzusprechen, die bisher nicht erreicht werden konnten.
Im Rahmen der Vorstellung des landesweiten Netzwerks präsentierte Ministerpräsident Torsten Albig als Schirmherr die erweiterte Kampagnen-Homepage www.lesen-macht-leben-leichter.de, auf der ab sofort drei Film-Clips über die bestehenden Angebote informieren und funktionalen Analphabeten die Navigation erleichtern.

Ministerpräsident Torsten Albig hob die Bedeutung der Kampagne und des neugegründeten Netzwerks hervor: „Ich unterstütze diese Alphabetisierungs-Kampagne von Herzen. Sie will Mut machen und sagen: Ihr braucht euch dessen nicht zu schämen. Wir helfen euch. Jeder kann es lernen. Egal wann, egal wie alt“. Mit dem Netzwerk, in dem sich viele wichtige Partner und Akteure aus dem ganzen Land versammelt hätten, könne man viele Betroffene erreichen und Freunde und Kollegen über funktionalen Analphabetismus aufklären.

Die Kampagne „Lesen macht Leben leichter“ ist ein Projekt zur Leseförderung von Erwachsenen, die nicht oder nur begrenzt lesen können. In Deutschland leben 7,5 Millionen deutschsprachige funktionale Analphabeten. Das heißt: Ungefähr jeder zehnte erwerbsfähige Erwachsene hat nicht richtig lesen und schreiben gelernt. In Schleswig-Holstein sind es rund 250.000 Mitbürger. Funktionale Analphabeten sind in vielen Fällen in der Lage, einzelne Wörter oder sehr kurze Sätze zu entziffern, nicht aber einfache Texte, Arbeitsanweisungen oder Mitteilungen. Sie bleiben von vielen Dingen ausgeschlossen, die für andere ganz selbstverständlich sind. Aus diesem Grund haben der Landesverband der Volkshochschulen und die Büchereizentrale Schleswig-Holstein gemeinsam Angebote entwickelt, um die Lese- und Schreibfähigkeit zu fördern.

„Lesen und Schreiben sind der Schlüssel zur Teilhabe an unserer Gesellschaft. Leseförderung – auch für leseungeübte Erwachsene – zählt zu den Kernaufgaben der Öffentlichen Büchereien in Schleswig-Holstein“, erläutert Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale.

„Volkshochschulen sind seit Jahrzenten die größten Anbieter von Kursen zum Lesen und Schreiben lernen. Wir freuen uns über die Unterstützung durch das breite gesellschaftliche Bündnis. Die Alphabetisierung wird eine der zentralen Zukunftsaufgaben in Deutschland sein“, betont Monika Peters, Direktorin des Landesverbands der Volkshochschulen.

„Lesen ist die Grundlage für Bildung und Beruf. Deshalb unterstützen die schleswig-holsteinischen Sparkassen verstärkt Projekte zur Förderung der Lesekompetenz – nicht nur finanziell, sondern auch ideell. Die Sparkassen nutzen ihre breite gesellschaftliche Vernetzung, um starke Partner zusammenzubringen“, begründet Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein, das Engagement.

Unterstützende Verbände und Institutionen:
Ärztekammer Schleswig-Holstein
Berufsbildende Schulen in Schleswig-Holstein
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Landesportverband Schleswig-Holstein e.V.
LandFrauenVerband Schleswig-Holstein e.V.

Zudem unterstützt die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein,
Frau Samiah El Samadoni, die Kampagne.

Informationen/ Lernmöglichkeiten unter:
www.lesen-macht-leben-leichter.de
www.ich-will-lernen.de
www.ich-will-deutsch-lernen.de

Angebote der Kampagnenpartner

Ausstattung der Büchereien
Landesweit wurden im Februar 2015 30 Büchereien mit 35 Medienboxen ausgestattet, die Bücher und Arbeitsmaterialien in „leichter Sprache“ enthalten. Darunter befinden sich beispielsweise Adaptionen bekannter Romane in leichter Sprache, Kochbücher und Lernmaterialien. Zusammengestellt wurde die ca. 30 Titel umfassende Medienauswahl vom Lektorat der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

Kursangebot der Volkshochschulen
Die Volkshochschulen im Land stellen ein vielfältiges Kursangebot bereit, das Erwachsenen hilft, nachträglich lesen und schreiben zu lernen oder ihre Kompetenzen zu verbessern. Gleichzeitig agieren die Volkshochschulen als Ansprechpartner für Betroffene, bieten umfangreiche Beratungsmöglichkeiten an und organisieren im Herbst 2015 eine Fachkonferenz.

 

Unsere Unterstützer und Netzwerkpartner haben das Wort:

„Es ist unsere Aufgabe als Gesellschaft, den Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben gelernt haben, eine Brücke zu bauen. Denn hinter jedem Betroffenen verbirgt sich ein Systemversagen. Lesen ist nicht nur Teilhabe und Mittel zur Kommunikation – Lesen ist vor allen Dingen auch ein Vergnügen! Man kann durch Lesen Welten entdecken.“
Samiah El Samadoni, Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein

„Das Patienten-Arzt-Verhältnis ist vertrauensvoll und schützenswert. Vielleicht ist gerade dieses Verhältnis besonders geeignet, Scham und Ängste zu überwinden und das Thema offen anzusprechen. Allein schon, um dafür bei Ärzten und Patienten zu werben und Wege aufzeigen zu können, unterstützt die Ärztekammer diese Kampagne aus Überzeugung. Ein weiterer Grund ist ebenso wichtig: Je schwerwiegender die Erkrankung, desto komplexer wird die Medizin. Ein guter Informationsstand ist in solchen Situationen unabdingbar. Dort gilt: Lesen macht Genesen leichter.“
Dr. Carsten Leffmann, Geschäftsführer der Landesärztekammer Schleswig-Holstein

„Gerne unterstützen wir Ihre Kampagne mit unserem starken Netzwerk, denn wir brauchen solche Initiativen: Die zum einen Wege aufzeigen, diese Schwäche zu beheben – und zum anderen für die Problematik generell sensibilisieren. Denn genau wie Sie sind auch wir LandFrauen der Meinung: Man ist nie zu alt, um Neues zu lernen! Dank der modernen Gehirnforschung ist glücklicherweise klar, dass der Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ nicht zutrifft – ganz im Gegenteil: In jedem Alter kann das Gehirn neue Synapsen bilden – man muss nur die richtigen Anreize geben. Ich bin sicher, dass Ihre Initiative bei unseren alltagskompetenten und umsetzungsstarken Frauen auf Gehör treffen wird – und wünsche Ihnen alles Gute und vor allem viel Erfolg für das Projekt!“
Ulrike Röhr, Vizepräsidentin des LandFrauenVerbands Schleswig-Holstein

„Lesen ist elementar für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft. Daher unterstützt der Landessportverband Schleswig-Holstein diese Alphabetisierungskampagne sehr gern und wird die Angebote in alle Sportvereine und Sportverbände in Schleswig-Holstein kommunizieren, wodurch sichergestellt wird, dass nahezu in jeder Gemeinde oder Stadt einer oder mehrere Adressaten erreicht werden.“
Wolfgang Beer, Vizepräsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V.

„Kinder versuchen es geheim zu halten, wenn Vater oder Mutter nicht richtig lesen oder schreiben können – und sie versuchen es auszugleichen. Eltern, die lesen und schreiben können, können nicht nur selbst ganz anders am Leben teilhaben, sondern sie können a uch ihre Kinder besser unterstützen und fördern. Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein unterstützt die Kampagne sehr gern. Wir werden unsere Orts- und Kreisverbände über diese Kampagne informieren und in unseren Einrichtungen werden wir Väter und Mütter ansprechen und ermutigen, dieses Angebot der Büchereien und Volkshochschulen zu nutzen.“
Irene Johns, Landesvorsitzende Deutscher Kinderschutzbund Schleswig-Holstein

8. FerienLeseClub beendet: 3.600 Kinder lasen im Schnitt sieben Bücher

Rendsburg, 06. Oktober 2015

Der FerienLeseClub (FLC) der Büchereien in Schleswig-Holstein animierte 3.600 Kinder und Jugendliche zum Lesen in den Ferien. Durchschnittlich las jeder Teilnehmer mehr als sieben Bücher in der unterrichtsfreien Zeit.
Das wechselhafte Wetter in den Sommerferien lockte wieder zahlreiche Vielleser in Schleswig-Holsteins Bibliotheken: 3.600 Kinder und Jugendliche ab neun Jahren lasen in der schulfreien Zeit mehr als 25.600 Bücher. Damit verschlungen die überwiegend Zehn- bis Zwölfjährigen auch in diesem Jahr im Schnitt sieben Bücher. Als Belohnung für ihren Leseeifer erhielten knapp 2.300 Schülerinnen und Schüler am Ende der Ferien ein Zertifikat, das im nächsten Zeugnis vermerkt werden kann. Diese Bilanz macht deutlich: Der FerienLeseClub hat sich auf einem guten Niveau eingependelt und ist bereit für die Zukunft.
Die landesweit größte Leseförderaktion stand 2015 finanziell erstmals auf eigenen Beinen, nachdem die NORDMETALL-Stiftung als Mitbegründerin und langjähriger Partner im vergangenen Jahr die aktive Förderung planmäßig die aktive Förderung auslaufen lassen konnte. Zum Abschluss der Zusammenarbeit unterstützte die Stiftung die Büchereizentrale bei der Entwicklung eines jahreszahlunabhängigen Designs, das den FLC künftig begleiten soll, und entlässt das erfolgreiche Konzept damit in eine eigenständige Zukunft. „Wir freuen uns sehr, dass der FerienLeseClub flügge geworden ist und 2015 schon so selbstbewusst neue Freunde gefunden hat“, so Dr. Nico Fickinger, Vorstand der NORDMETALL-Stiftung. „Auch in der Zukunft werden wir dem FLC verbunden bleiben, weil er zu den ersten Projekten gehört, die wir so erfolgreich in die Eigenständigkeit bringen konnten.“
Der geplante und organisierte Rückzug der NORDMETALL-Stiftung tat dem Erfolg des FerienLeseClubs keinen Abbruch: Die 46 Bibliotheken, die sich in diesem Jahr am FLC beteiligten, bewiesen, dass sie in Sachen Fundraising bereits gut aufgestellt sind. 2015 konnten fast 25.000 Euro als Geld- und Sachspenden bei Unterstützern vor Ort eingeworben werden. Viele fleißige Helfer trugen mit mehr als 890 ehrenamtlich geleisteten Zeitstunden zum Gelingen des FerienLeseClubs bei. Um auch in Zukunft an die hohen Teilnehmerzahlen der letzten Jahre anknüpfen zu können, intensivierten die teilnehmenden Büchereien 2015 die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen. So wurde die Leseförderinitiative vielerorts auf Fachkonferenzen vorgestellt und mit werbewirksamen Veranstaltungen beworben, die neuen und alten Clubmitgliedern Lust auf die Sommerlektüre machen sollten.

„Auch 2015 konnten wieder viele Kinder durch die Lektüre zahlreiche schöne, spannende und bildende Stunden in den Ferien erleben“, zeigt sich Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, mit dem Ergebnis des achten FerienLeseClubs zufrieden.
Im nächsten Jahr wird die von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein und der NORDMETALL-Stiftung ins Leben gerufene Leseförderaktion fortgeführt.
Als Förderer wird auch der Arena Verlag wieder dabei sein, der seit 2013 die FerienLeseClub-Büchereien mit Buchpaketen versorgt, eine Autorenlesung verlost und zudem einen Klassenwettbewerb ausruft. Gewinner des Wettbewerbes sind die Klassen, deren Schülerinnen und Schüler gemeinsam die meisten Bücher im FerienLeseClub gelesen haben:

1. Preis Gold: 300 Euro Bücher-Wertgutschein für die Schülerbücherei
Für die Klasse 6 d der Gemeinschaftsschule Husum für 106 gelesene Bücher

2. Preis Silber: 200 Euro Bücher-Wertgutschein für die die Schülerbücherei
für die Klasse 6 a des Küstengymnasiums in Neustadt i.H. für 92 gelesene Bücher

3. Preis Bronze: 150 Euro Bücher-Wertgutschein für die Schülerbücherei
für die Klasse 5 a des Gymnasiums in Kaltenkirchen für 64 gelesene Bücher

Über eine Autorenlesung können sich die FLC-Teilnehmer aus der Stadtbibliothek Reinbek freuen.

Teilnehmer FerienLeseClub 2015 in Schleswig-Holstein:
Bad Schwartau, Barmstedt, Bordesholm, Brunsbüttel, Eckernförde, Elmshorn, Eutin, Fehmarn, Flensburg, Flintbek, Geesthacht, Gettorf, Halstenbek, Halstenbek-Krupunder, Heide, Heiligenhafen, Helgoland, Hohenlockstedt, Husum, Itzehoe, Kaltenkirchen, Kellinghusen, Kiel, Kiel-Elmschenhagen, Kiel-Friedrichsort, Kiel-Mettenhof, Kiel-Suchsdorf, Kronshagen, Kropp, Lensahn, Neumünster, Neustadt/ Holstein, Nortorf, Oldenburg, Pinneberg, Quickborn, Reinbek, Rendsburg, Schacht-Audorf, Schwarzenbek, Sønderborg, Süderbrarup, Tarp, Timmendorfer Strand, Tönning, Wedel

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist die zentrale Dienstleistungseinrichtung für öffentliche Büchereien in Schleswig-Holstein. Sie bietet u.a. Anschaffungsempfehlungen, die zentrale Medienbestellung und  bearbeitung, technische Unterstützung und Fortbildungen an. Zudem verwaltet sie 13 schleswig-holsteinische Fahrbüchereien. Weitere Informationen unter www.bz-sh.de

Die NORDMETALL-Stiftung fördert in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Forschung, Kultur und Soziales Projekte, die langfristig wirken und dauerhaft die norddeutsche Region stärken. Ihr Engagement für die Bildung beginnt bei den Jüngsten. Mit dem Projekt „Geschichten-Sucher“ stärkt sie z.B. die Leseförderung im Kindergartenalter, mit „Versuch macht klug“ und MINIPHÄNOMENTA setzt sie sich für die Verbesserung der naturwissenschaftlichen Früh- und Grundbildung ein. Mehr unter: www.nordmetall-stiftung.de

"Willkommen in Schleswig-Holstein. Bücher und Spiele speziell für Flüchtlinge"

Rendsburg, 02. Oktober 2015

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. präsentierten heute in Boostedt gemeinsam entwickelte Angebote für Flüchtlinge. Schirmherr für das Projekt ist der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Stefan Studt, die schleswig-holsteinischen Sparkassen unterstützen das Projekt und sichern die Finanzierung.

Weltweit sind Millionen Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht, die durch Kriege oder Verfolgung aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Menschen, die in Schleswig-Holstein ankommen, müssen sich in einer für sie zunächst fremden Welt zurechtfinden: Ein neues Land, eine neue Stadt, eine neue Kultur und nicht zuletzt eine neue Sprache erwarten sie. Um ihnen die Ankunft zu erleichtern, haben die Büchereizentrale und der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein Angebote für Menschen entwickelt, die erst seit Kurzem im Land sind.

Die Medienboxen „Willkommen in Schleswig-Holstein“ enthalten Bücher und Spiele, die der ersten Orientierung in der neuen Umgebung und in der deutschen Sprache dienen. Der Mix aus (Bild-)Wörterbüchern, landeskundlichen Informationen und Materialien zum Deutschlernen für die Ausgangssprache Arabisch wird ergänzt durch Spiele und Vorlesebücher. Das Angebot richtet sich an Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Je nach örtlichem Bedarf lässt sich die Basiszusammenstellung um weitere Module in unterschiedlichen Herkunftssprachen wie Persisch oder Russisch erweitern. Die öffentlichen Büchereien stellen die Medien als Dauerleihgabe lokalen Initiativen und ehrenamtlich Helfenden zur Verfügung, um diese bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Eingesetzt werden können die Boxen überall dort, wo aktive Integrationsarbeit geleistet wird, z.B. in Flüchtlingsunterkünften, Gemeindezentren oder auch in den Büchereien selbst. Weiterführende Angebote können die Materialien ergänzen. Bis Weihnachten werden 63 Standorte mit Medienboxen ausgestattet.

In seinem Grußwort hob Innenminister Stefan Studt als Schirmherr die Bedeutung des Projekts hervor: „Das Engagement in unseren schleswig-holsteinischen Kommunen wird stark ergänzt durch bedeutende Projekte wie diese. Unsere Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein tragen auf vielfältige Weise zu einem Willkommen vor Ort bei und können bei den neuen und besonderen Aufgaben unterstützen; und einige tun dies bereits sehr erfolgreich.“

„Ziel des Projekts ist es, ein Willkommenszeichen zu setzen und den interkulturellen Dialog zu fördern. Als erste Orientierungsmöglichkeit ebnet das Projekt den Flüchtlingen den Weg zu weiterführenden Angeboten der Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein“, erläutert Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale.

„Integration passiert nicht von selbst. Die Bücherkisten bieten einen Anreiz für Flüchtlinge, sich Sprachkenntnisse anzueignen und über Literatur einen Zugang zu unserer Kultur zu finden“, betont Andrea Dallek vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.

„Die schleswig-holsteinischen Sparkassen sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und übernehmen sie in diesem Fall besonders gerne. Mit der Finanzierung der Medienboxen wollen wir zum einen den Flüchtlingen bei ihrer Orientierung in unserem Land helfen und zum anderen die vielen Ehrenamtlichen unterstützen, die sich unermüdlich und vorbildlich für ihre Integration einsetzen“, begründet Martin Deertz, Vorstand der Sparkasse Südholstein, das Engagement der schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Für den landesweiten Startschuss wurde der Nationale Tag des Flüchtlings gewählt. In der Gemeindebücherei Boostedt nahmen am heutigen Vormittag Büchereileiterin Susanne Grabowski und Vertreter der örtlichen Initiativen „Willkommen in Boostedt e.V.“ und „Arbeitskreis Flüchtlingspartnerschaft“ der ev.-luth. Bartholomäus Kirchengemeinde die erste Medienbox entgegen. Überreicht wurde diese von Martin Deertz, Vorstand der Sparkasse Südholstein.

Die Medienauswahl umfasst:

-       (Bild-) Wörterbücher

-       Bücher und Spiele zum Deutschlernen

-       Informationen über Deutschland und Schleswig-Holstein

-       (Mehrsprachige) Kinderbücher

-       Tiptoi- und Ting-Vorlesebücher

-       Freizeitspiele

Weiterführende Angebote der Büchereien:

-       Kostenlose Nutzung vieler Angebote vor Ort ohne Anmeldung und ohne Bibliotheksausweis

-       Internetzugang

-       Computerarbeitsplätze

-       Bücher und Medien in verschiedenen Sprachen

-       Veranstaltungen für Kinder- und Erwachsene

-       Bibliotheksführungen

Büchereistandorte, die in den kommenden Wochen mit Medienboxen ausgestattet werden:

Ahrensburg, Bad Oldesloe, Bad Schwartau, Bad Segeberg, Barmstedt, Boostedt, Bordesholm, Bredstedt, Brunsbüttel, Büsum, Eckernförde, Elmshorn, Eutin, Fahrbücherei im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Flensburg, Flintbek, Geesthacht, Gettorf, Glinde, Großhansdorf, Harrislee, Heide, Heiligenhafen, Henstedt-Ulzburg, Hohenwestedt, Husum, Itzehoe, Kaltenkirchen, Kiel, Kronshagen, Lauenburg, LEB Flensburg, Leck, Lensahn, Lübeck, Lütjenburg, Meldorf, Mittelangeln, Mölln, Neumünster, Neustadt i.H., Norderstedt, Nortorf, Oldenburg i.H., Pinneberg, Preetz, Quickborn, Ratzeburg, Rendsburg, Scharbeutz, Schleswig, Schwarzenbek, Schwentinental, Sörup, Stockelsdorf, Tarp, Tönning, Tornesch, Trappenkamp, Uetersen, Wedel, Westerland, Wyk auf Föhr

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