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Winterzeit ist Vorlesezeit! – Zehn Jahre Dezembergeschichten

Rendsburg, 27. November 2015

Zum zehnten Mal in Folge startet am Freitag vor dem 1. Advent in Schleswig-Holstein unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerin Anke Spoorendonk die landesweite Vorleseinitiative „Dezembergeschichten“ der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.

Nach der inhaltlichen Umgestaltung im letzten Jahr präsentieren sich die „Dezemberge-schichten“ zum zweiten Mal in veränderter Form – diesmal mit einer weiteren Neuerung: Neben dem „Dezemberbuch des Jahres“ mit Vorlesegeschichten für jeden Tag, die sich an Grundschulkinder der 3. und 4. Klassen richten, wird ergänzend auch das „Kleine Dezemberbuch des Jahres“ angeboten. Die von der „Stiftung Lesen“ als Vorlesebuch empfohlene adventliche Geschichtensammlung „Das Weihnachtslied der Tiere“ richtet sich an jüngere Zuhörer in Kindertagesstätten und Grundschulen (Klasse 1-2). Mehr als 300 Exemplare der beiden Dezemberbücher wurden in den vergangenen Wochen über die Büchereizentrale bezogen und sind in vielen Büchereien im ganzen Land zu entleihen.

Seit 2006 fördert die Vorleseinitiative die Kooperation von Bibliotheken und Schulen und leistet einen Beitrag zur Stärkung von Lesemotivation und Lesefreude bei Kindern. Mit der Erweiterung in diesem Jahr soll künftig auch die Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten intensiviert werden. Grundschulen können die Initiative weiterhin als „literarischen Adventskalender“ nutzen: Dabei wird an jedem Schultag im Dezember eine „5-Minuten-Geschichte“ aus dem Buch vorge-lesen und mit einer Mitmach-Idee zur Sprach- und Leseförderung vertieft. Die Mitmachvorschläge zu den Geschichten für jüngere Kinder legen einen besonderen Schwerpunkt auf das gemeinsame Singen eines einfachen Liedes, das sich wie ein roter Faden durch die Tage zieht und das Vorlesen begleitet. Durch die überschaubare Geschichtenauswahl – sieben Geschichten für jeden zweiten Tag im Advent – lässt diese Sammlung mehr Zeit und Raum zum Gestalten, Wiederholen und Vertiefen.

Wie bereits im Vorjahr können alle Informationen und Materialien auf der Seite www.dezembergeschichten.de heruntergeladen werden und bieten vielfältige Mitmach-Möglichkeiten in der Adventszeit. Der freie Online-Zugang zu den Materialien und die breite Verfügbarkeit der „Dezemberbücher des Jahres“ erweitern die Einsatzmöglichkeiten: Das Angebot kann individuell als Anregung zum Vorlesen genutzt werden – für Jung und Alt, im Kindergarten, in der Schule, in der Bücherei oder in der Familie.

„Schon eine kleine Zäsur im Alltag mit einer 5-Minuten-Geschichte kann dabei helfen, für einen Moment innezuhalten – gerade in unruhigen Zeiten. Einander zuhören, miteinander nachdenken, singen und erzählen – das sind wichtige gemeinschaftsstiftende Erfahrungen, die durch kleine Geschichten angeregt werden“, sagt Susanne Brandt von der Büchereizentrale, die das Projekt koordiniert. „Wir erleben in diesem Jahr durch das aktuelle Weltgeschehen an vielen Orten besondere Herausforderungen, die für manche Menschen mit Verunsicherung und Neuorientierung in vielen Lebensbereichen verbunden sind. Umso wichtiger ist es, in der Adventszeit immer wieder auch gemeinsam zur Ruhe zu kommen und Vertrautheit untereinander langsam wachsen zu lassen.“

In der Gemeindebücherei Bordesholm, wo die landesweite Auftaktveranstaltung am heutigen Vormittag stattfand, las Susanne Bieler-Seelhoff, Leiterin der Kulturabteilung im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa, Kindern der benachbarten Lindenschule eine Geschichte aus dem „Kleinen Dezemberbuch“ vor und öffnete den ersten Dezemberbrief. Sie sieht im gemeinsamen Vorlesen die besondere Chance der Initiative und hob hervor: „Lesen bedeutet Abenteuer im Kopf zu erleben. Zusammen lesen heißt, sich mit Geschwistern, mit Freunden oder in der Schule gemeinsam zu freuen, neuen Erlebnissen entgegen zu fiebern und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. Das wirkt lange nach. Die Dezembergeschichten sind ein wichtiger Baustein dafür, die Lust am Buch so früh wie möglich zu wecken und zu fördern“. Ganz in diesem Sinne klang die Auftaktveranstaltung mit einem gemeinsamen Lied zur vorgelesenen Geschichte aus.

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Landesweite Eröffnung der 32. Kinder- und Jugendbuchwochen

Rendsburg, 13. November 2015

Eröffnung der Kinder- und Jugendbuchwochen: Vorhang auf für größtes Lesefest in Schleswig-Holstein!

Zum 32. Mal reisen 34 AutorInnen zu 300 Lesungen in 76 Büchereien im Land und wecken bei Kindern und Jugendlichen die Lust am Lesen.

Vom 16. bis zum 28. November finden in ganz Schleswig-Holstein wieder die Kinder- und Jugendbuchwochen statt. In gut 80 Büchereien und Schulen sind 34 Autoren, Illustratoren, Geschichtenerzähler und Liedermacher eingeladen, um ihre Freude an Literatur, Geschichten und Sprache mit Kindern- und Jugendlichen zu teilen.

Etwa 15.000 Kinder und Jugendliche aus 500 Kindergartengruppen und Schulklas-sen haben in diesem Jahr bei fast 300 Lesungen, Workshops und Theaterauffüh-rungen die Chance, einen Autor oder Künstler zu treffen, neue literarische Welten zu entdecken und Anregungen zum eigenen Schreiben zu sammeln.

Mit Daria Wilke und Stanislav Vostokov werden in diesem Jahr erstmals zwei rus-sischsprachige Autoren im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen auf Leser-eise durch Schleswig-Holstein gehen. Ermöglicht wird dies durch VivaVostok, ein Programm der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Internationen Ju-gendbibliothek München. Ziel ist es, den besten und spannendsten Kinder- und Ju-gendbuchautoren aus den Ländern Mittel- und Osteuropas die Tür zu öffnen, damit sie ihre Werke im deutschsprachigen Raum präsentieren können. ViVaVostok lädt junge Leser ein, in fremde Lebenswelten einzutauchen, fremdsprachigen Autoren und Illustratoren persönlich zu begegnen und sich von einer einfallsreichen und phantasievollen Literatur verzaubern zu lassen.

Den Startschuss für das landesweit größte Lesefest gab Landtagspräsident Klaus Schlie am vergangenen Freitag (13.11.) in der Stadtbibliothek Bad Oldesloe. In einer zweisprachigen Lesung präsentierte Daria Wilke ihren bisher nicht auf Deutsch erschienenen Jugendroman „Die Narrenkappe“. Extra für die Kinder- und Jugend-buchwochen wurde im Vorfeld eine Auszugsübersetzung angefertigt, aus der die Hamburger Dolmetscherin Christine Mielsch vorlas. Begleitet wurde der Abend von Schülerinnen der Musikschule Bad Oldesloe an der Harfe.

Landtagspräsident Klaus Schlie unterstützt die Kinder- und Jugendbuchwochen seit vielen Jahren als Schirmherr und betonte die Bedeutung für die Leseförderung im Land: „‘Bücher schicken Menschen auf Reisen‘, so heißt es. Das gilt in besonderem Maße für Kinder- und Jugendbücher. Sie entführen in reale aber auch in fantastische Welten, sie erweitern den Horizont, sie machen neugierig und sie machen schlau. Sie sollen vor allem Freude bringen.“ Der Landtagspräsident betonte, dass Kinder und Jugendliche ein sehr anspruchsvoller Leserkreis seien: „Sie merken recht schnell, was ihnen gefällt, was sie bewegt und worin sie sich hinein versetzen kön-nen.“ Gleichwohl sei es wichtig, junge Menschen frühzeitig auch an Fragen und Sachverhalte heranzuführen, denen sie sich später einmal persönlich stellen müss-ten, ergänzte Schlie.

Das Programm der kommenden zwei Wochen ist vielfältig: 34 namhafte Autoren und Künstler reisen vom 16. bis zum 28. November durch ganz Schleswig-Holstein. Dabei sind neben den russischen Gästen Daria Wilke und Stanislav Vostokov unter anderem der ???-Autor Ulf Blanck, außerdem Juma Kliebenstein, Fabian Lenk, Ma-ja Nielsen, Alice Pantermüller, Volker Präkelt, Patricia Prawit als Stimme des Burg-fräuleins Bö der Ritter Rost Musicals und die Jugendliteraturpreisträgerin 2014 Mar-tina Wildner.


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4. Schleswig-Holsteinischer Bibliothekstag

Kiel, 14.10.2015

Bibliotheken für alle!

4. Schleswig-Holsteinischer Bibliothekstag präsentierte die neuesten Entwicklungen im norddeutschen Bibliothekswesen

Unter dem Motto „Bibliotheken für alle!“ fand heute in Kiel eine der bedeutendsten regionalen Messen und Fachkongresse für den Bibliotheksbereich in Deutschland statt. Rund 300 Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter aus Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken kamen aus Nord-deutschland und Süddänemark zusammen, um sich im Rahmen des Kongressprogramms über aktuelle und die Zukunft der Bibliotheken betreffende Themen wie „Bibliotheksangebote für Flücht-linge“, „Neue Informationssysteme“ und „Sonntagsöffnung in Bibliotheken“ zu informieren.

Der 4. Bibliothekstag wurde von der Arbeitsgemeinschaft der bibliothekarischen Verbände in Schleswig-Holstein, der Universitätsbibliothek Kiel sowie von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein veranstaltet. In seiner Eröffnungsrede betonte Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer die zentrale Bedeutung der Bibliotheken für das Land als Bildungseinrichtungen: „Bibliotheken sind starke Partner für Bildung, Kultur, Wissenschaft und lebenslanges Lernen und zählen damit zum Kernbereich der öffentlichen Daseinsvorsorge. Mit dem geplanten Bibliotheksgesetz wollen wir genau dies offiziell dokumentieren. Wir wollen endlich eine angemessene rechtliche Aufwertung des Bibliothekswesens erreichen und Bibliotheken als Standortfaktoren definieren, die im Rahmen der Sozialraum- und Stadtentwicklungsplanung sowie der Digitalen Agenda berücksichtigt werden sollen“.

Lars Jendral (Landesbibliothekszentrum Rheinland Pfalz / Rheinische Landesbibliothek, Koblenz) stellte in einem der beiden Hauptvorträge „Die Eckpunkte des elektronischen Pflichtexemplars in Rheinland-Pfalz“ vor. Mit Verabschiedung eines Landesbibliotheksgesetzes im vergangenen Jahr wurde festgelegt, dass von jedem Druckwerk, das in Rheinland-Pfalz erscheint, künftig unaufge-fordert und unentgeltlich ein sogenanntes Pflichtexemplar an eine zuständige Bibliothek geliefert werden soll. Eingeschlossen sind u.a. Texte in elektronischer Form.
In einem zweiten Hauptvortrag beschrieb Claudia Knauer vom Verband Deutscher Büchereien in Nordschleswig unter dem Titel „Gute Rahmenbedingungen für gute Bibliotheken durch Biblio-theksgesetze in Dänemark“ die Rechtsgrundlage der dänischen Nachbarn: Bereits seit 1920 erklärt ein nationales Bibliotheksgesetz Bibliotheken zur Pflichtaufgabe und schreibt damit jeder Kommune die Unterhaltung einer Öffentlichen Bibliothek vor.

Einen der Höhepunkte des Bibliothekstages bildete die Podiumsdiskussion zum Thema „Wie offen muss eine Öffentliche Bibliothek sein?“. Praxisbeispiele aus Finkenwerder („Öffnung ohne Perso-nal“) und Siegburg („Sonntags-Öffnung mit geringfügig Beschäftigten“) stimmten auf die Diskussion ein.

Mit Spannung wurde erwartet, ob erste Aussagen zum Schleswig-Holsteinischen Bibliotheksgesetz getroffen werden. Im Vorfeld des Gesetzentwurfs hat das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa dazu ein Eckpunktepapier erarbeitet, das Informationen zur Struktur und Finanzierung des Bü-chereiwesens und zur Bedeutung der Bibliotheken in Schleswig-Holsteinzusammenfasst, aber konkretere Aussagen für die Öffentlichen Bibliotheken vermissen ließ. Einer Verpflichtung für die Kommunen (Pflichtaufgabe), Bibliotheken vorzuhalten, hat man dagegen eine Absage erteilt. Dementsprechend ist das Interesse groß, in welcher Weise der Koalitionsvertrag der SPD, der Grünen und des SSW erfüllt werden soll, der Folgendes vorsieht: „Die Landesregierung wird (…) einen Entwurf eines Bibliotheksgesetzes einbringen, mit dem die Förderung der Büchereien und wissenschaftlichen Bibliotheken im Land und deren Arbeit erstmals auf eine eigenständige, solide Grundlage gestellt wird“.

Der Gesetzentwurf soll in diesem Herbst ins Kabinett und anschließend in den Landtag eingebracht werden. Bereits im Jahr 2007 hielt die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages fest: „Bibliotheken sind ein unverzichtbarer Teil unserer Kulturgeschichte und von überragender Bedeutung für die kulturelle Bildung. Sie müssen aus dem Status der ‚freiwilligen Leistung‘ herausgeführt werden“ und empfahl allen Bundesländern Öffentliche Bibliotheken per Gesetz zu einer „Pflichtaufgabe“ zu machen.

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