Notice: Undefined property: Joomla\CMS\Categories\CategoryNode::$introtext in /var/www/web40/html/plugins/content/extravote/extravote.php on line 189

Alphabetisierungskampagne „Lesen macht Leben leichter“ – Vorstellung der landesweit ersten Alpha-Points

Rendsburg, 23.September 2016

Der Landesverband der Volkshochschulen und die Büchereizentrale Schleswig-Holstein stellten heute die landesweit ersten Alpha-Points vor, die einen Teil der gemeinsamen Alphabetisierungsarbeit bilden. Kulturministerin Anke Spoorendonk würdigte das Projekt, das von den schleswig-holsteinischen Sparkassen finanziert wird.

Mit der Vorstellung der ersten Alpha-Points als öffentlich zugängliche elektronische Infostellen startet die Alphabetisierungskampagne „Lesen macht Leben leichter“ in die nächste Phase: Deike Neumärker, Leiterin der Stadtbücherei Rendsburg und Rainer Nordmann, Leiter der Volkshochschule Rendsburger Ring, nahmen am heutigen Nachmittag in der örtlichen Volkshochschule die ersten Notebooks und Tablets entgegen, die künftig als Alpha-Points eingesetzt werden. Überreicht wurden diese von Bernd Jäger, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mittelholstein.

In den kommenden Wochen werden in 17 Büchereien und 13 Volkshochschulen in ganz Schleswig-Holstein weitere Alpha-Points eingerichtet, die sowohl den Zugang zu Fachinformationen als auch Anregung zum Selbstlernen ermöglichen. Die Einbindung der eLearning-Portale des Deutschen Volkshochschul-Verbandes „ich-will-lernen.de“ und „ich will-deutsch-lernen.de“ sowie weiterer Lernsoftware soll Lernenden auch außerhalb der Alphabetisierungskurse die Möglichkeit geben, das Gelernte zu vertiefen und anzuwenden. Betroffene sollen niedrigschwellig an die Kurs- und Medienangebote der Kampagnenpartner herangeführt werden. Gleichzeitig tragen die Alpha-Points dazu bei, eine breite Öffentlichkeit für das Thema funktionaler Analphabetismus in Schleswig-Holstein zu sensibilisieren.

Kulturministerin Anke Spoorendonk hob die Bedeutung der Kampagne hervor: „Wir alle wissen, dass das Eingeständnis, nicht lesen zu können, bei vielen Betroffenen ein starkes Schamgefühl hervorruft. Es kostet Überwindung, einen solchen Schritt zu wagen. Gerade deshalb sind Einrichtungen wie die Volkshochschulen und Bibliotheken passende Orte für Hilfsangebote. Als Bildungseinrichtungen des Volkes unterstützen sie die Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und stärken ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten.“

„Unabhängig von sozialem Status oder Bildungshintergrund ermöglichen öffentliche Büchereien in Schleswig-Holstein allen Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu ihren Angeboten. Leseförderung – auch für leseungeübte Erwachsene – zählt dabei zu den Kernaufgaben der Bibliotheken“, erklärte Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit den durch die Sparkassen finanzierten Notebooks das Online-Lernen bekannter und leichter zugänglich machen können. Das Kursangebot der Volkshochschulen wird dadurch hervorragend ergänzt. Gerne beraten und informieren die Volkshochschulen zum Thema lesen und schreiben lernen für Erwachsene“, betonte Monika Peters, Direktorin des Landesverbands der Volkshochschulen.

„Die Sparkassen haben sehr gerne dazu beigetragen, dieses vorbildliche Projekt mit auf den Weg zu bringen und die Lesekompetenz in Schleswig-Holstein damit nachhaltig zu fördern. Durch die Alpha-Points wird das Angebot nun noch mehr Menschen zugänglich“, so Bernd Jäger, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mittelholstein, zum Engagement der schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Die Kampagne „Lesen macht Leben leichter“ ist ein Projekt zur Leseförderung von Erwachsenen, die nicht oder nur begrenzt lesen können. In Deutschland leben 7,5 Millionen deutschsprachige funktionale Analphabeten. Das heißt: Ungefähr jeder zehnte erwerbsfähige Erwachsene hat nicht richtig lesen und schreiben gelernt. In Schleswig-Holstein sind es rund 250.000 Mitbürger. Funktionale Analphabeten sind in vielen Fällen in der Lage, einzelne Wörter oder sehr kurze Sätze zu entziffern, nicht aber einfache Texte, Arbeitsanweisungen oder Mitteilungen. Sie bleiben von vielen Dingen ausgeschlossen, die für andere ganz selbstverständlich sind. Aus diesem Grund haben der Landesverband der Volkshochschulen und die Büchereizentrale Schleswig-Holstein 2015 gemeinsam Angebote entwickelt, um die Lese- und Schreibfähigkeit zu fördern. Im vergangenen Jahr wurde ein starkes Netzwerk aus Institutionen und Verbänden aufgebaut, die das Vorhaben unterstützen. Die Schirmherrschaft für die Kampagne hat Ministerpräsident Torsten Albig übernommen, die schleswig-holsteinischen Sparkassen unterstützen das Projekt.

Informationen/ Lernmöglichkeiten unter:

www.lesen-macht-leben-leichter.de

www.ich-will-lernen.de

www.ich-will-deutsch-lernen.de

Die Büchereien und Volkshochschulen an folgenden Orten werden mit Alpha-Points ausgestattet:

Ahrensburg, Brunsbüttel, Elmshorn, Eutin, Geesthacht, Heiligenhafen, Husum Itzehoe, Kaltenkirchen, Kiel, Meldorf, Neumünster, Neustadt i.H., Norderstedt, Oldenburg i.H., Pinneberg, Preetz, Rendsburg, Schleswig, Tornesch, Wedel

 

FerienLeseClub 2016: Auf geht's in die Leseferien!

Rendsburg, 21. Juli 2016

51 Büchereien in Schleswig-Holstein starten mit dem FerienLeseClub in die Sommerferien – erstmals ist auch eine Fahrbücherei dabei.

Für gut 400.000 Schüler in Schleswig-Holstein beginnt morgen die schönste Zeit des Jahres. Sechs Wochen Sommerferien locken mit süßem Nichtstun. Doch statt „Zeugnis her und Füße hoch“ heißt es zum Start des FerienLeseClubs in Schleswig-Holsteins Büchereien auch in diesem Jahr: „Auf geht’s in die Leseferien!“

Bis zum 03. September können sich Schülerinnen und Schüler wieder auf den Ferien-Lesestoff in ihrer Bücherei stürzen. Neue Romane und Sachbücher stehen schon in den Regalen bereit und warten darauf, gelesen zu werden. Zum ersten Mal bringt in diesem Jahr auch ein Bücherbus frische FLC-Lektüre für die langen Ferien: Mit der Fahrbücherei 07 im Kreis Schleswig-Flensburg soll getestet werden, ob sich das etablierte Konzept des FerienLeseClubs auch auf den ländlichen Raum übertragen lässt. Statt nur an Vielleser ab der 5. Klasse richtet sich die Leseförderaktion im Bücherbus versuchsweise an Grundschulkinder. Fahrbüchereileiterin Laura Schürmann hält für die Jüngeren ein extra angepasstes Logbuch bereit. Während die Großen Fragen zur Lektüre beantworten, um sich eines der begehrten Zertifikate zu verdienen, können die Nachwuchsleser auch ein Bild einreichen. Geht das Konzept auf, könnte die Junior-Variante des FerienLeseClubs landesweit umgesetzt werden.

51 Büchereien im ganzen Land beteiligen sich an Schleswig-Holsteins größter Leseförderaktion in den Sommerferien und machen 2016 zu einem der stärksten Jahre seit Gründung des FerienLeseClubs. Diese Bilanz verdeutlicht: Der FerienLeseClub ist ein voller Erfolg. „In den nächsten Jahren wollen wir den FerienLeseClub weiter ausbauen, um künftig auch die Jüngsten zum Lesen in den Ferien zu motivieren“, ergänzt Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale, mit Blick in die Zukunft.
Bildungsministerin Britta Ernst stärkt dem FerienLeseClub als landesweite Schirmherrin den Rücken: „Der FerienLeseClub erfindet sich immer wieder neu - mit tollen Ideen jetzt auch für Kinder im Grundschulalter. Die Leseförderaktion im Bücherbus hat alle Elemente, um bei den jüngsten Leserinnen und Lesern ein Erfolg zu werden: altersgerechte Materialien und eine spannende Bücherauswahl. Sie ergänzt damit auf spielerische Art schulische Projekte und zeigt, dass Lesen ‚stark macht‘. Ich wünsche dieser Aktion einen guten Start und hoffe darauf, dass vielleicht schon im kommenden Jahr weitere Regionen einbezogen werden können.“

Der Arena Verlag unterstützt die Aktion auch in diesem Jahr mit Buchpaketen für alle FLC-Büchereien im Gesamtwert von 8.200 Euro. Außerdem ruft der Verlag einen Klassenwettbewerb für Vielleser aus, bei dem als Gewinn neuer Lesestoff für die Schülerbücherei winkt. Unter allen teilnehmenden Büchereien wurde zudem eine Autorenlesung verlost, die in diesem Jahr die Gemeindebücherei Schönkirchen gewonnen hat.

Und so funktioniert der FerienLeseClub (FLC):

  • SchülerInnen ab der 5. Klasse melden sich in ihrer Bibliothek zum FerienLeseClub an.
  • Mit Clubkarte und Leselogbuch ausgestattet lesen sie während der Sommerferien ihre Lieblingsbücher aus einer speziellen FerienLeseClub-Auswahl.
  • Die Lektüre der zurückgebrachten Bücher wird vom Bibliothekspersonal geprüft und im Leselogbuch bestätigt.
  • Nach den Sommerferien erhalten die Jugendlichen auf einer Abschlussparty das FLC-Zertifikat.
  • Die FLC-Teilnehmer legen nach den Ferien das Zertifikat ihren Deutschlehrern vor und können sich die erfolgreiche Teilnahme im Zeugnis eintragen lassen.

Teilnehmer FerienLeseClub 2016 in Schleswig-Holstein:
51 angemeldete Büchereien
Barmstedt, Bordesholm, Brunsbüttel, Büdelsdorf, Eckernförde, Elmshorn, Eutin, Fahrbücherei 7 im Kreis Schleswig-Flensburg, Fehmarn, Flensburg, Flintbek, Geesthacht, Halstenbek, Halstenbek-Krupunder, Heide, Heiligenhafen, Helgoland, Hohenlockstedt, Husum, Itzehoe, Kaltenkirchen, Kappeln, Kellinghusen, Kiel, Kiel-Elmschenhagen, Kiel-Friedrichsort, Kiel-Gaarden, Kiel-Mettenhof, Kiel-Suchsdorf, Kronshagen, Kropp, Lensahn, Neumünster, Neustadt/ Holstein, Nortorf, Oldenburg, Pinneberg, Plön, Quickborn, Reinbek, Rendsburg, Schacht-Audorf, Schleswig, Schönkirchen, Schwarzenbek, Sønderborg, Süderbrarup, Tarp, Timmendorfer Strand, Tönning, Wedel

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist die zentrale Dienstleistungseinrichtung für öffentliche Büchereien in Schleswig-Holstein. Sie bietet u.a. Anschaffungsempfehlungen, die zentrale Medienbestellung und  bearbeitung, technische Unterstützung und Fortbildungen an. Zudem verwaltet sie 13 schleswig-holsteinische Fahrbüchereien.
Weitere Informationen unter www.bz-sh.de.

Büchereiverein Schleswig-Holstein verabschiedet Vorsitzenden Rolf Teucher

Rendsburg, 26. Mai 2016

In einer Feierstunde im Rahmen seiner diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. seinen langjährigen Vorsitzenden Rolf Teucher verabschiedet.

Rolf Teucher hat in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein maßgeblich geprägt und grundlegende Neuerungen auf den Weg gebracht. So trug er u.a. zu einer Neuorganisation des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein bei, indem er an der Auflösung der bis in die 90er Jahre vorherrschenden Doppelstruktur mit dem „Deutschen Grenzverein“ im Norden und dem „Verein Büchereiwesen in Holstein“ im Süden mitwirkte und beide Systeme zusammenführte. Daraus hervor ging 1995 der heutige Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.

Rolf Teucher trieb fortwährend die flächendeckende Förderung und Entwicklung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein voran und setzte sich für eine Absicherung der Finanzierung durch das Finanzausgleichsgesetz (FAG) ein. Nach und nach wurden unter dem Vorsitz Teuchers auch die Bibliotheken der kreisfreien Städte Flensburg, Kiel und Neumünster in die Förderung und Kooperation einbezogen. Nach 26 Jahren zieht sich Rolf Teucher nun zurück aus seinem Ehrenamt und dankte den Anwesenden für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Pläne für die Zeit danach hat der Rendsburger bereits gefasst: „Ich freue mich auf ein gelingendes Nichtstun – und ein gutes Buch.“

Anke Spoorendonk, Kulturministerin des Landes Schleswig-Holstein, würdigte in ihrer Laudatio den Einsatz und die Leistung des 71-Jährigen für das schleswig-holsteinische Büchereiwesen und hob Teuchers breites und lang währendes Engagement hervor, für das er im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden war. Spoorendonk betonte, Teucher habe bei seiner Arbeit „immer die Belange der Bibliotheken im Blick gehabt“.

Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein, dankte Rolf Teucher für seine ehrenamtliche Tätigkeit für den Büchereiverein. Teucher habe dem Verein Ziel, Richtung und den erforderlichen Handlungsrahmen gegeben. „Sie haben nicht nur Türen geöffnet, sondern auch Wege gefunden, um die Interessen und Bedürfnisse der Bibliotheken an oberster Stelle vorzutragen“, so Lorenzen.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Rendsburg haben die Mitglieder des Büchereivereins turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Als Nachfolger für Rolf Teucher wirkt in den nächsten Jahren Hans-Joachim Grote (Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt). Als stellvertretender Vorsitzender wurde Otto Wilke (Amtsdirektor des Amtes Südtondern) im Amt bestätigt. Dem neuen Vorstand gehören außerdem an: Jörg Bülow (Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag), Annette Glage (Kreistagsabgeordnete Bad Segeberg), Beate Raudies (Landtagsabgeordnete) Wolfgang Röttgers (Stadtrat für Finanzen, Personal, Kultur und Ordnung der Stadt Kiel) und Peter Sönnichsen (Landtagsabgeordneter).

Informationen zum Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V.

Gemäß Artikel 9 Abs. 3 der Landesverfassung wird das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein in gemeinsamer Verantwortung und gegenseitiger Verpflichtung vom Land, den Städten, Gemeinden und Kreisen getragen. In Schleswig-Holstein hat das Land die Aufgabe der Büchereiförderung dem Büchereiverein Schleswig-Holstein e.V. übertragen. Der Verein ist Träger der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, der Dienstleistungseinrichtung zur Unterstützung der öffentlichen Büchereien im Land.

Der Büchereiverein hat rund 130 Mitglieder. Als Mitglieder können dem Verein die Kreise, Städte, Gemeinden, der Deutsche Grenzverein und andere Einrichtungen, die eine öffentliche Stadtbücherei unterhalten oder dauerhaft finanziell fördern sowie Ämter, die einen Fahrbüchereivertrag abgeschlossen haben, beitreten.

Der Büchereiverein fördert und entwickelt gemäß seiner Satzung das öffentliche Büchereiwesen in Schleswig-Holstein mit dem Ziel einer flächendeckenden Medien- und Informationsversorgung der Bevölkerung in allen Teilen des Landes. Zu diesem Zweck schließt er mit seinen Mitgliedskommunen privatrechtliche Verträge ab, die für die öffentlichen Büchereien eine sachgerechte Ausstattung und eine kontinuierliche Finanzierung sicherstellen. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage landesweit geltender auf Leistungszahlen basierender Förderkriterien.

Die Laudatio von Frau Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, finden Sie hier.

Unterkategorien

Kontakt

Für Presseanfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Öffentlichkeitsarbeit
Lisa Wetendorf
Wrangelstr. 1, 24768 Rendsburg
Postfach 680, 24752 Rendsburg
Tel.: 04331/125-412
Fax: 04331/125-413
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!